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Viennale 2026: Termine, Kinos, Tickets und erste Highlights

Die Viennale 2026 läuft von 22. Oktober bis 3. November: alle Termine, die fünf Festivalkinos, Ticketpreise, Eröffnungsfilm und Retrospektive im Überblick.

Nicole

Aktualisiert am 9. Okt. 2026  · 8 Min. Lesezeit
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Fassade des Gartenbaukinos am Parkring, Spielstätte der Viennale 2026

Foto: Herzi Pinki, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Die Viennale 2026 beginnt am 22. Oktober und dauert bis 3. November. Zum 64. Mal zeigt Österreichs größtes internationales Filmfestival knapp zwei Wochen lang neue Filme aus aller Welt, dazu eine Retrospektive und Spezialprogramme in fünf Kinos der Innenstadt.

Das komplette Programm erscheint erst am 13. Oktober. Was schon feststeht, haben wir hier gesammelt: Termine, Ticketpreise, die fünf Festivalkinos mit Adressen, Eröffnungs- und Abschlussfilm, die Retrospektive und erste Titel aus der Programmvorschau.

Unser Tipp

Ermäßigte Tickets um 8,50 Euro für Vorstellungen vor 17.30 Uhr gibt es nur an der Kinokassa, ab einer Stunde vor Beginn. Wer zehn oder mehr Karten auf einmal kauft, zahlt pro Ticket 50 Cent weniger.

1. Termine und Programmstart

Die 64. Viennale läuft von Donnerstag, 22. Oktober, bis Dienstag, 3. November. Eröffnet wird mit einer Gala im Gartenbaukino, dort endet das Festival auch mit der traditionellen Abschlussgala. Gespielt wird in fünf Kinos, alle im 1. Bezirk.

Das vollständige Programm der Viennale 2026 erscheint am 13. Oktober um 20 Uhr online. Ab demselben Tag gibt es den Pocketguide und den Katalog. Bis dahin hat das Festival eine Programmvorschau veröffentlicht: Eröffnungs- und Abschlussfilm, die Retrospektive, vier Spezialprogramme und mehr als 30 neue Filme.

Vor der Pandemie kamen rund 92.000 Besucherinnen und Besucher zur Viennale. Bei der Abschlussgala werden mehrere Preise vergeben, darunter der von der Stadt gestiftete Wiener Filmpreis und der Publikumspreis von DER STANDARD.

Termin22. Oktober bis 3. November 2026

Programmonline ab 13. Oktober, 20 Uhr

Ausgabe64. Viennale

2. Tickets und Preise

Der Vorverkauf startet am Samstag, 17. Oktober, um 10 Uhr. Tickets gibt es online im Webshop, telefonisch unter 01 526 594 769 und an der Vorverkaufsstelle im Gartenbaukino. Diese hat vom 17. bis 21. Oktober täglich von 10 bis 20 Uhr offen, am Eröffnungstag von 10 bis 16 Uhr. Am ersten Tag werden bei großem Andrang Wartenummern ausgegeben.

Ein Einzelticket kostet 11,50 Euro, ermäßigt 10,50 Euro. Ab zehn Tickets zahlt man 11 Euro pro Karte, ab 20 Tickets 10,50 Euro. Ermäßigung gibt es etwa für Mitglieder des Ö1-Clubs und des Filmmuseums sowie mit Standard-Abo. Student:innen, Schüler:innen, Lehrlinge, Präsenz- und Zivildiener unter 27 sowie Pensionist:innen zahlen für Vorstellungen vor 17.30 Uhr 8,50 Euro.

Für ausverkaufte Vorstellungen gibt es ab 30 Minuten vor Beginn Wartenummern für Resttickets. Rollstuhltickets sind vom Onlineverkauf ausgenommen, die Begleitperson ist gratis.

Vorverkaufab Sa, 17. Oktober, 10 Uhr

Einzelticket11,50 Euro, ermäßigt 10,50 Euro

Telefon01 526 594 769

3. Gartenbaukino

Parkring 12, 1010 Wien

Fassade des Gartenbaukinos am Parkring, Spielstätte der Viennale 2026
Das Gartenbaukino am Parkring · Foto: Herzi Pinki, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Das Gartenbaukino am Parkring ist das Premierenkino der Viennale, hier finden Eröffnung und Abschlussgala statt. Kino wird an dieser Adresse seit 1919 gespielt. Sein heutiges Aussehen bekam der Saal beim Umbau 1960 durch Robert Kotas, Erich Boltenstern und Kurt Schlauss.

Damals hatte das Kino 900 Plätze, heute sind es 736. Laut Wien Geschichte Wiki galt die Leinwand als die größte der Stadt, 1962 kam eine stark gekrümmte Cinerama-Leinwand dazu. Seit 2002 wird das Haus in Partnerschaft mit der Viennale betrieben.

Während des Festivals ist das Gartenbaukino auch die Vorverkaufsstelle. Hier holt man vor dem Start auch online gekaufte Tickets ab.

Plätze736

Bei der ViennaleEröffnung, Abschlussgala, Vorverkauf

ÖffisU3 Stubentor, U4 Stadtpark

4. Stadtkino im Künstlerhaus

Akademiestraße 13, 1010 Wien

Deckenleuchte im Stadtkino im Künstlerhaus
Leuchte im Stadtkino im Künstlerhaus · Foto: Manfred Werner (Tsui), CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Das Stadtkino war seit 1981 am Schwarzenbergplatz zu Hause. Am 1. September 2013 übersiedelte es in das frühere Künstlerhauskino am Karlsplatz und heißt seither Stadtkino im Künstlerhaus. Der neue Saal ist voll digitalisiert und hat rund 80 Plätze mehr als der alte.

Auf der Liste der Viennale-Kinos steht der Saal schon seit 2005, also noch aus der Zeit als Künstlerhauskino. Im Künstlerhaus ist heute auch die Albertina modern untergebracht, der Kinoeingang liegt an der Akademiestraße.

Am schnellsten erreicht man das Kino über die Station Karlsplatz der U1 und U4. Fahrradabstellplätze gibt es laut Viennale bei allen Festivalkinos.

Im Künstlerhaus seit2013

Viennale-Kino seit2005

ÖffisU1, U4 Karlsplatz/Oper

5. Urania

Uraniastraße 1, 1010 Wien

Die Urania am Donaukanal wurde 1910 eröffnet. Entworfen hat sie Max Fabiani, ein Schüler Otto Wagners. Im Haus sind eine Volkshochschule, das Urania-Puppentheater und die älteste öffentliche Sternwarte Österreichs untergebracht.

Das Kino heißt seit Juni 2026 Urania CEEnema und zeigt vor allem Filme aus Zentral- und Osteuropa. Im September lief hier bereits die Reihe „Viennale Goes CEE“, eine Auswahl aus früheren Festivalprogrammen mit Filmen von Nuri Bilge Ceylan, Gábor Reisz und Elene Naveriani.

Für die Viennale ist die Urania eine der fünf klassischen Spielstätten. Von der U-Bahn-Station Schwedenplatz sind es nur wenige Minuten zu Fuß.

Eröffnet1910

Kinoheute Urania CEEnema

ÖffisU1, U4 Schwedenplatz

6. Österreichisches Filmmuseum

Augustinerstraße 1, 1010 Wien

Das Österreichische Filmmuseum wurde im Februar 1964 von Peter Kubelka und Peter Konlechner gegründet. Es liegt im Gebäude der Albertina nahe der Hofburg. Gezeigt wird im „Unsichtbaren Kino“, einem ganz in Schwarz gehaltenen Saal nach Kubelkas Entwurf, in dem nichts von der Leinwand ablenken soll.

Bei der Viennale ist das Filmmuseum die Spielstätte der großen Retrospektive, außerdem laufen hier Spezialprogramme und Filme aus dem Hauptprogramm. Die Retrospektive zu Robert Aldrich dauert länger als das Festival, nämlich bis 30. November.

Die Sammlung des Hauses umfasst mehr als 31.000 Filme. Ehrenpräsident ist seit 2005 Martin Scorsese.

Gegründet1964

Bei der ViennaleRetrospektive, Spezialprogramme

ÖffisU1, U4 Karlsplatz/Oper

7. METRO Kinokulturhaus

Johannesgasse 4, 1010 Wien

In der Johannesgasse 4 gab es schon um 1840 einen Unterhaltungsbetrieb, später ein Theater. Seit 1951 wird hier als Metro-Kino Film gezeigt. Die Viennale beschreibt den Saal als früheres Biedermeiertheater mit Samt, Stuck und Balkon.

2002 übernahm das Filmarchiv Austria das Haus und renovierte es. Im Oktober 2014 eröffnete es erweitert als METRO Kinokulturhaus, mit Ausstellungsräumen auf drei Etagen, die ganz dem Kino gewidmet sind. Das neue Studiokino trägt den Namen des aus Wien stammenden Filmproduzenten Eric Pleskow.

Bei der Viennale ist das Metro eine der fünf Spielstätten. Die nächsten U-Bahn-Stationen sind Stephansplatz und Karlsplatz.

Kino seit1951

BetreiberFilmarchiv Austria

ÖffisU1, U3 Stephansplatz, U1, U4 Karlsplatz

8. Eröffnungs- und Abschlussfilm

Zum ersten Mal rahmen zwei österreichische Produktionen das Festival. Eröffnet wird die Viennale 2026 am 22. Oktober mit FOREVER…FOREVER von Johann Lurf. Der Film dauert 21 Minuten und wird im Gartenbaukino im 70mm-Format projiziert. Lurf hat 22 Monate lang bei Tag und Nacht den Stausee Ottenstein im Waldviertel gefilmt, mit einer selbst gebauten Kamera. Musikalisch begleitet Dorian Concept den Abend.

Am 3. November schließt das Festival mit WIENER BLUES: THE LONELIEST MAN IN TOWN von Tizza Covi und Rainer Frimmel. Im Mittelpunkt steht Al Cook, bürgerlich Alois Koch, Blues-Musiker aus der Ungargasse im 3. Bezirk. Er soll seine Wohnung aufgeben, weil das Haus abgerissen wird. Al Cook ist bei der Abschlussgala im Gartenbaukino zu Gast.

EröffnungDo, 22. Oktober, Gartenbaukino

AbschlussDi, 3. November, Gartenbaukino

9. Retrospektive Robert Aldrich

Die große Retrospektive gilt heuer Robert Aldrich (1918 bis 1983). Von ihm stammen VERA CRUZ, WHAT EVER HAPPENED TO BABY JANE? und THE DIRTY DOZEN, dazu der Film noir KISS ME DEADLY und der Spätwestern ULZANA’S RAID.

Aldrich war Cousin eines Rockefeller, brach aber mit seiner konservativen Familie, um Filme zu machen. Er arbeitete als Assistent unter anderem für Jean Renoir und Charles Chaplin, machte sich in den 1960er Jahren mit einem eigenen Studio unabhängig und war später Präsident der Regie-Gewerkschaft.

Viennale und Filmmuseum zeigen sein Werk nahezu vollständig, zum Teil in seltenen Filmkopien. Die Schau läuft vom 23. Oktober bis 30. November 2026 im Filmmuseum.

Zeitraum23. Oktober bis 30. November 2026

OrtÖsterreichisches Filmmuseum

10. Spezialprogramme

Vier Spezialprogramme ergänzen das Festival. Eines ist der libanesischen Journalistin und Filmemacherin Jocelyne Saab gewidmet. Gezeigt werden sechs Filme, darunter ihre Beirut-Trilogie über den Bürgerkrieg aus den Jahren 1976 bis 1982.

„Die Solomonischen Korrespondenzen“ zeigen in fünf Programmen das Werk des Experimentalfilmers Phil Solomon (1954 bis 2019), der die Emulsion von Filmmaterial bearbeitete. Dazu kommt eine Super-8-Performance von Christian Farrell.

Das Filmarchiv Austria stellt fünf österreichische Filme der 90er Jahre vor. Das vierte Programm gilt Vasko Pregelj (1948 bis 1985), Regisseur, Maler und Bildhauer aus dem slowenisch-jugoslawischen Amateurfilm, dessen Filme 25 Jahre lang als verschollen galten.

Anzahlvier Programme

11. Erste Titel aus der Programmvorschau

In der Programmvorschau stehen bereits mehr als 30 aktuelle Filme. Darunter sind neue Arbeiten von Hirokazu Koreeda (RUKKU BAKKU), Ryusuke Hamaguchi (SOUDAIN), Cristian Mungiu (FJORD), James Gray (PAPER TIGER), Martin McDonagh (WILD HORSE NINE) und Bruno Dumont (LES ROCHES ROUGES).

Aus Österreich kommen unter anderem LONDON von Sebastian Brameshuber, EVERYTIME von Sandra Wollner und EKLIPSE von Manuel Wetscher, dazu die Koproduktion DIE BLUTGRÄFIN von Ulrike Ottinger. Aus Deutschland sind etwa Angela Schanelec mit MEINE FRAU WEINT und Volker Schlöndorff mit HEIMSUCHUNG dabei.

Welche Filme wann und in welchem Kino laufen, steht erst im Gesamtprogramm ab 13. Oktober.

Gesamtprogrammab 13. Oktober, 20 Uhr

Gut zu wissen

  • Alle Kinos der Viennale 2026 liegen im 1. Bezirk und sind gut mit der U-Bahn erreichbar. Fahrradabstellplätze gibt es bei allen Kinos.
  • Gekaufte Tickets holt man an der Vorverkaufsstelle im Gartenbaukino oder ab Festivalstart an jeder Viennale-Kinokassa ab. Ab einer halben Stunde vor Beginn werden nur noch Tickets für die jeweils aktuelle Vorstellung ausgegeben.
  • Telefonisch sind Tickets für die Viennale 2026 vom 17. Oktober bis 3. November täglich von 10 bis 20 Uhr erhältlich, bezahlt wird dann nur mit Kreditkarte.
  • An der Vorverkaufsstelle zahlt man bar, mit Bankomatkarte oder Kreditkarte.

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Viennale 2026: häufige Fragen

Wann findet die Viennale 2026 statt?

Von Donnerstag, 22. Oktober, bis Dienstag, 3. November 2026. Eröffnung und Abschlussgala finden im Gartenbaukino statt.

Wann beginnt der Vorverkauf für die Viennale 2026?

Am Samstag, 17. Oktober, um 10 Uhr. Tickets gibt es dann online, telefonisch und an der Vorverkaufsstelle im Gartenbaukino.

Was kostet ein Ticket bei der Viennale?

Ein Einzelticket kostet 11,50 Euro, ermäßigt 10,50 Euro. Unter anderem für Studierende unter 27 und Pensionist:innen gibt es für Vorstellungen vor 17.30 Uhr Tickets um 8,50 Euro.

Wann erscheint das Programm der Viennale 2026?

Das vollständige Programm ist ab 13. Oktober um 20 Uhr online. Ab dann gibt es auch Pocketguide und Katalog.

In welchen Kinos läuft die Viennale?

Im Gartenbaukino, im Stadtkino im Künstlerhaus, in der Urania, im Österreichischen Filmmuseum und im METRO Kinokulturhaus.

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Nicole

Nicole ist stellvertretende Chefredakteurin und erkundet Wien am liebsten zu Fuß. Bei langen Spaziergängen kreuz und quer durch die Bezirke entdeckt sie die Ecken, die man vom Auto aus nie sieht. Fitness gehört für sie zum Alltag wie die Melange zum Kaffeehaus. Beim Essen achtet sie darauf, dass es gesund ist und trotzdem richtig gut schmeckt. Bei WIENINSIDE schreibt sie über Essen und Trinken, Beauty, Reisen, Fitness, Lifestyle, Mode und Einkaufen.

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