Romantische Orte in Wien gibt es mehr, als ein Wochenende Platz hat. Die Stadt hat kaiserliche Glashäuser, ein Riesenrad mit Waggons für zwei, Theater mit Lustern aus Venedig und Weingärten mit Blick über die Dächer. Vieles davon kostet wenig oder gar nichts.
Wir haben vierzehn Ideen ausgesucht, bei denen es weniger um Aussicht und Cocktails geht als um gemeinsame Zeit: im Konzertsaal, im Ruderboot, unter Schmetterlingen oder am Fernrohr einer historischen Sternwarte. So zeigen sich romantische Orte in Wien auch abseits der bekannten Postkartenmotive. Aussichtspunkte, Parks und Rooftop Bars stellen wir in eigenen Artikeln vor.
Unser Tipp
Wer die Hermesvilla trotz Winterpause sehen will: Am 16. und 17. Oktober 2026 sperrt sie für Sondertage auf. Danach geht es erst wieder ab Mai.
1. Wiener Riesenrad
Riesenradplatz 1, 1020 Wien


Das Wiener Riesenrad dreht sich seit 1897 im Prater und gilt als ältestes Riesenrad der Welt. Ganz oben ist man rund 65 Meter über der Stadt, die Fahrt dauert eine gemächliche Runde lang.
Für Paare interessant ist der Waggon „for 2“: Er wird privat gemietet, wahlweise für ein Frühstück oder ein Candle-Light-Dinner, während sich das Rad weiterdreht. Billig ist das nicht, als Antrag oder Jahrestag ist es aber schwer zu überbieten.
Wer es einfacher mag, fährt am Abend mit einem normalen Ticket. Dann gehen unten die Lichter des Wurstelpraters an und die Innenstadt liegt im Dunkeln dahinter.
Geöffnetganzjährig, Zeiten je nach Saison (am 6. Oktober 2026 bis 21.45 Uhr)
Für zweiprivater Waggon mit Frühstück oder Dinner, Buchung über die Website
ÖffisU1, U2 Praterstern
2. Fiakerfahrt durch die Innere Stadt
Michaelerplatz, 1010 Wien
Fiaker fahren in Wien seit etwa 1720, der Name stammt von einer Pariser Straße. Zwischen 1860 und 1900 waren mehr als tausend Kutschen unterwegs. Der bekannteste Kutscher war Josef Bratfisch, der Leibfiaker von Kronprinz Rudolf.
Die kleine Runde dauert rund 20 Minuten und führt durch die Altstadt, die große geht in etwa 40 Minuten zusätzlich über die Ringstraße. Bezahlt wird pro Kutsche, also teilen sich zwei den Preis nicht mit Fremden.
Standplätze gibt es am Stephansplatz, Michaelerplatz, Albertinaplatz, Petersplatz und beim Burgtheater. Am Abend ist auf dem Kopfsteinpflaster weniger los als zu Mittag.
Preiskleine Runde rund 20 Min. 60 Euro, große Runde rund 40 Min. 105 Euro pro Kutsche
StandplätzeStephansplatz, Michaelerplatz, Albertinaplatz, Petersplatz, Burgtheater
ÖffisU3 Herrengasse
3. Rosengarten im Volksgarten
Volksgarten, 1010 Wien

Zwischen dem Eingang beim Burgtheater und dem Grillparzer-Denkmal wachsen im Volksgarten rund 3.000 Rosenstöcke. Die Angaben zur Zahl der Sorten schwanken, je nach Quelle sind es 200 bis 400. Viele Stöcke tragen ein kleines Namensschild, was den Spaziergang zum Ratespiel macht.
In der Mitte stehen Beetrosen in Buchsbaumrahmen, dahinter Hochstämme und Kletterrosen. Am schönsten blüht es von Ende Mai bis in den Juni, einzelne Sorten halten bis in den Herbst.
Gleich daneben steht der Theseustempel von Peter von Nobile, eine verkleinerte Nachbildung des Theseions in Athen. Auf seinen Stufen sitzen an warmen Abenden viele Paare.
BlüteHauptblüte Ende Mai bis Juni
Eintrittfrei
ÖffisStraßenbahn D, 1, 71 Rathausplatz/Burgtheater
4. Theater in der Josefstadt
Josefstädter Straße 26, 1080 Wien

Die Josefstadt wurde 1788 gegründet und ist das älteste noch bespielte Theater Wiens. Die erste Bühne war so klein, dass man sie „Schnupftücherl“ nannte. Ihr heutiges Aussehen bekam sie 1924, als Max Reinhardt den Saal mit rotem Damast, Gold und venezianischen Lustern ausstatten ließ.
Ein Detail, auf das man achten sollte: Wenn das Licht ausgeht, steigen die Kristallluster ganz langsam zur Decke, damit auch die oberen Ränge freie Sicht haben. Viele Stammgäste sehen darin den eigentlichen Beginn des Abends.
Gespielt werden vor allem Wiener Klassiker, Komödien und Gegenwartsstücke. Für zwei ist eine Loge die gemütlichste Wahl.
Gegründet1788
KartenKassa im Haus und online
ÖffisStraßenbahn 2, U2 Rathaus
5. Konzert im Musikverein
Musikvereinsplatz 1, 1010 Wien


Der Musikverein wurde am 6. Jänner 1870 eröffnet, geplant hat ihn Theophil Hansen. Der Goldene Saal gilt bis heute als Maßstab für Akustik und war Vorbild für Konzertsäle in aller Welt. Goldene Karyatiden tragen die Galerien, an der Decke sind Apollo und die neun Musen gemalt.
Der Saal hat 1.744 Sitzplätze und rund 300 Stehplätze. Die Stehplätze sind die günstigste Art, ein großes Orchester in diesem Raum zu hören. Für viele Konzerte gibt es sie schon Wochen im Voraus.
Danach lohnt der kurze Weg über den Karlsplatz: Der beleuchtete Otto-Wagner-Pavillon und die Karlskirche liegen nur ein paar Schritte entfernt.
Eröffnet1870
Plätze1.744 Sitzplätze, rund 300 Stehplätze im Goldenen Saal
ÖffisU1, U2, U4 Karlsplatz
6. Donaukanal bei Nacht
Donaukanal, 1010 Wien

Am Abend wird der Donaukanal zur langen Freiluftgalerie. Seit 1994 darf beim Flex legal gesprüht werden, weitere freie Wände gibt es an der Rampe bei der Augartenbrücke und an der Rossauer Lände. Die Bilder ändern sich laufend, beim nächsten Spaziergang sieht die Mauer schon wieder anders aus.
Eine schöne Runde beginnt an der Spittelauer Lände, führt über die Friedensbrücke zur Rossauer Lände und am Wasser entlang zum Schwedenplatz. Dort liegt das Badeschiff, weiter flussabwärts spiegeln sich die Lichter der Innenstadt im Kanal.
Im Sommer haben entlang der Promenade Strandbars offen, im Herbst ist es ruhiger.
StreckeSpittelauer Lände bis Schwedenplatz, rund eine Stunde zu Fuß
Eintrittfrei
ÖffisU4 Spittelau, U1 und U4 Schwedenplatz
7. Spittelberg
Spittelberggasse, 1070 Wien

Der Spittelberg gehörte ab 1525 dem Bürgerspital, daher der Name. Bis 1850 war er eine eigene Gemeinde. Ab Mitte der Siebzigerjahre wurden die alten Häuser revitalisiert, heute stehen hier gut erhaltene Biedermeierhäuser in schmalen Gassen mit Kopfsteinpflaster.
Zwischen Breite Gasse und Sigmundsgasse reiht sich ein Lokal ans andere, vom Beisl bis zum Restaurant. Viele haben Gastgärten in Innenhöfen, die man von der Gasse aus kaum sieht.
Für ein Date funktioniert der Spittelberg am besten am frühen Abend: erst durch die Gutenberggasse und Spittelberggasse schlendern, dann in einem der Höfe Platz nehmen.
WoSpittelberggasse, Gutenberggasse, Schrankgasse
Eintrittfrei
ÖffisU2, U3 Volkstheater
8. Strudlhofstiege
Strudlhofgasse, 1090 Wien


Die Strudlhofstiege wurde am 29. November 1910 eröffnet, entworfen hat sie Johann Theodor Jaeger. Gebaut ist sie aus hellem Mannersdorfer Kalkstein, mit gusseisernen Geländern, verzierten Laternen und zwei Brunnen, aus denen Wasser über eine Maske und einen Fischkopf fließt.
Berühmt gemacht hat sie Heimito von Doderer mit seinem Roman „Die Strudlhofstiege“ von 1951. Beim Fischkopfbrunnen hängt eine Tafel mit einem Gedicht von ihm.
Am schönsten ist die Treppe in der Dämmerung, wenn die Laternen angehen. Wer romantische Orte in Wien mit Literatur verbinden will, ist hier richtig. Die Stiege verbindet die Liechtensteinstraße mit der Boltzmanngasse.
Eröffnet1910
Eintrittfrei, jederzeit zugänglich
ÖffisStraßenbahn D Fürstengasse
9. Palmenhaus Schönbrunn
Schlosspark Schönbrunn, 1130 Wien
Kaiser Franz Joseph ließ das Palmenhaus 1882 bauen. Es ist 111 Meter lang, rund 45.000 Glasscheiben bedecken das Eisengerüst. Drei Pavillons mit drei Klimazonen sind durch tunnelartige Gänge verbunden.
Zu sehen sind ein etwa 350 Jahre alter Olivenbaum aus Spanien, eine Palme mit rund 23 Metern Höhe und im Frühling und Sommer eine Riesenseerose, deren Blätter 1,20 Meter Durchmesser erreichen.
Für zwei ist das Palmenhaus ein guter Plan für graue Herbsttage: Draußen ist es kalt, drinnen riecht es nach feuchter Erde. Unter den Glasdächern liegen romantische Orte in Wien, die auch im Winter warm bleiben. Der Eingang liegt nahe dem Hietzinger Tor, so lässt sich der Besuch mit einem Spaziergang durch den Schlosspark verbinden.
GeöffnetOktober bis April täglich 10 bis 17 Uhr, Mai bis September 10 bis 18 Uhr
Eingangbeim Hietzinger Tor
ÖffisU4 Hietzing
10. Schmetterlinghaus im Burggarten
Burggarten, 1010 Wien

Das Schmetterlinghaus liegt im Jugendstil-Palmenhaus des Burggartens, gleich hinter der Hofburg. Rund 500 tropische Schmetterlinge fliegen hier frei zwischen Wasserfall, kleinen Teichen und Brücken.
Drinnen hat es etwa 26 Grad bei 80 Prozent Luftfeuchtigkeit, im Winter also genau das Gegenteil von draußen. Im Puppenkasten kann man zusehen, wie Falter schlüpfen, darunter der Atlasspinner mit bis zu 30 Zentimetern Spannweite.
Wer ruhig stehen bleibt, hat gute Chancen, dass sich ein Schmetterling auf Schulter oder Ärmel setzt. Im selben Gebäude betreibt die Brasserie Palmenhaus ein Lokal, praktisch für einen Kaffee danach.
GeöffnetApril bis Oktober täglich 10 bis 17.45 Uhr, November bis März 10 bis 15.45 Uhr
Eintritt10 Euro
ÖffisU1, U2, U4 Karlsplatz, Straßenbahn D, 1, 2, 71 Burgring
11. Kuffner Sternwarte
Johann-Staud-Straße 10, 1160 Wien
Die Kuffner Sternwarte auf dem Gallitzinberg in Ottakring wurde von 1884 bis 1886 gebaut. Finanziert hat sie der Industrielle Moriz von Kuffner, damals war sie eine der modernsten Sternwarten Europas.
Der Große Refraktor von 1886 und drei weitere historische Instrumente von Repsold und Steinheil wurden von 1993 bis 2002 restauriert. Heute betreibt die Volkshochschule Wiener Planetarium das Haus für Führungen und Vorträge.
Bei klarem Himmel darf man bei Abendführungen selbst durch die alten Fernrohre schauen. Ein Abend unter der Kuppel ist eine ungewöhnliche Date-Idee, die Termine stehen im Programm auf planetarium.wien.
Erbaut1884 bis 1886
Besuchnur bei Führungen und Veranstaltungen, Programm auf planetarium.wien
LageGallitzinberg, Ottakring
12. Bootfahren auf der Alten Donau
Alte Donau, 1220 Wien

Die Alte Donau ist ein ehemaliger Arm der Donau und heute ein ruhiges Gewässer mitten in Floridsdorf und Donaustadt. Am Ufer vermieten mehrere Bootsverleihe Ruder-, Tret- und Elektroboote, manche auch Segelboote.
Ein Ruderboot kostet je nach Verleih rund 12 bis 14 Euro pro Stunde, ein Tretboot rund 14,50 Euro, ein Elektroboot ab etwa 18,50 Euro. Bei einem Verleih wird es nach 20 Uhr um 2 Euro pro Stunde teurer.
Seit 2026 gilt für motorisierte Boote ein Tempolimit von 10 km/h, Ruderboote sind davon ausgenommen. Am Abend, wenn hinter der Donau City die Sonne untergeht, ist es auf dem Wasser am ruhigsten.
PreisRuderboot rund 12 bis 14 Euro pro Stunde, Tretboot rund 14,50 Euro
Saisonin der warmen Jahreszeit, je nach Wetter
ÖffisU1 Alte Donau
13. Buschenschank am Nussberg
Kahlenberger Straße, 1190 Wien

Am Nussberg wächst Wein bis knapp an den Stadtrand. Mitten in den Rieden steht der Buschenschank Mayer am Nussberg. Gesessen wird nur im Freien, an Tischen und auf Liegestühlen mit Blick über die Stadt bis zur Donau.
Aufgesperrt ist von April bis Oktober bei Schönwetter. Die kleinen Speisen werden täglich frisch zubereitet, die Zutaten kommen von kleinen Produzenten. Dazu gibt es Wein vom Weingut Mayer am Pfarrplatz.
Weil der Buschenschank vom Wetter abhängt, lohnt vorher ein Blick auf die Website. Wer bis zur Dämmerung bleibt, sieht die Lichter von Wien unten angehen.
GeöffnetApril bis Oktober, Do und Fr 14 bis 22 Uhr, Sa, So und Feiertag 12 bis 22 Uhr, nur bei Schönwetter
Sitzplätzenur im Freien
ÖffisStraßenbahn D bis Nussdorf, dann zu Fuß bergauf
14. Hermesvilla im Lainzer Tiergarten
Lainzer Tiergarten, 1130 Wien

Kaiser Franz Joseph ließ die Hermesvilla von 1882 bis 1886 von Carl von Hasenauer für Kaiserin Elisabeth bauen. Er hoffte, sie damit öfter nach Wien zu holen. Zu sehen sind die Privaträume des Paares, darunter das prunkvolle Schlafzimmer der Kaiserin und ihr Turnzimmer.
Die Villa liegt mitten im Lainzer Tiergarten, Autos dürfen nicht hinein. Der Weg vom Lainzer Tor dauert zu Fuß rund eine Viertelstunde und führt durch Wald und Wiesen, auf denen oft Rehe stehen.
Das Wien Museum betreibt die Villa als Museum mit kostenlosem Audioguide. Im Restaurant Hermes neben dem Haus kann man nach dem Rundgang einkehren.
GeöffnetMai bis September Fr bis So 10 bis 17 Uhr, Winterpause von 1. Oktober bis 1. Mai
Eintritt9 Euro, ermäßigt 7 Euro, jeden ersten Sonntag im Monat frei
Zugangzu Fuß über das Lainzer Tor
Gut zu wissen
- Viele romantische Orte in Wien sind saisonal: Hermesvilla und Buschenschank am Nussberg haben im Winter zu, Rosen blühen im Juni.
- Für Riesenrad-Waggon, Fiaker-Dinner und Konzerte rechtzeitig reservieren, besonders rund um den Valentinstag.
- Kostenlose romantische Orte in Wien sind Rosengarten, Strudlhofstiege, Spittelberg und Donaukanal.
- Glashäuser und Theater eignen sich als Plan B, wenn das Wetter nicht mitspielt.
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Romantische Orte in Wien: häufige Fragen
Gibt es romantische Orte in Wien, die nichts kosten?
Der Rosengarten im Volksgarten, die Strudlhofstiege, ein Abendspaziergang am Donaukanal und die Gassen am Spittelberg sind frei zugänglich. Im Musikverein sind Stehplätze die günstigste Konzertkarte.
Wo findet man romantische Orte in Wien für Regentage?
Das Palmenhaus in Schönbrunn und das Schmetterlinghaus im Burggarten sind ganzjährig offen und drinnen warm. Am Abend bieten sich das Theater in der Josefstadt oder ein Konzert im Musikverein an.
Wo kann man in Wien ein romantisches Dinner an einem besonderen Ort buchen?
Im Wiener Riesenrad lässt sich der Waggon „for 2“ für ein Frühstück oder Candle-Light-Dinner privat mieten. Die Buchung läuft über die Website des Riesenrads. Es ist wohl der ungewöhnlichste Tisch, den romantische Orte in Wien zu bieten haben.
Wo findet man romantische Orte in Wien für einen Heiratsantrag?
Beliebt sind ein privater Waggon im Riesenrad, die Stufen des Theseustempels im Rosengarten und die Strudlhofstiege in der Dämmerung. Auch der Buschenschank am Nussberg mit Blick über die Stadt bietet sich im Sommer an.
Was kostet eine Fiakerfahrt in Wien?
Eine kleine Runde durch die Altstadt dauert rund 20 Minuten und kostet 60 Euro, die große Runde über die Ringstraße rund 40 Minuten um 105 Euro. Der Preis gilt pro Kutsche.