Gastgärten in Wien gibt es in allen Größen: vom Schanigarten mit ein paar Tischen vor der Kirche bis zum Biergarten im Prater mit rund 3.000 Plätzen unter Kastanien. Dazu kommen Innenhöfe, die man von der Straße aus gar nicht sieht. Am Stadtrand warten Schutzhäuser am Stadtrand mit Blick über die Dächer.
Für diese Liste haben wir 14 Gastgärten in Wien ausgesucht, von der Innenstadt bis an die Alte Donau. Weil es Oktober ist, steht bei jedem Eintrag dabei, was über die Öffnungszeiten im Herbst bekannt ist. Manche Gärten machen bald Winterpause, andere bleiben offen, solange das Wetter mitspielt.
Unser Tipp
Das Schweizerhaus im Prater sperrt am 31. Oktober für den Winter zu. Wer noch eine Stelze unter den Kastanien essen will, sollte das also bald einplanen.
1. Glacis Beisl
Breite Gasse 4, 1070 Wien

Schon bevor das MuseumsQuartier gebaut wurde, stand an dieser Stelle ein Beisl mit Garten. Das heutige Glacis Beisl ist das einzige Lokal, das dem MuseumsQuartier selbst gehört. Der Eingang liegt etwas versteckt in der Breiten Gasse, wenige Schritte vom Trubel am Museumsplatz entfernt.
Im Sommer ist der schattige Garten unter Weinlaub und Bäumen der Mittelpunkt des Lokals, unter den Gastgärten in Wien einer der grünsten in Zentrumsnähe. Bei Schönwetter reserviert das Glacis Beisl Tische direkt im Garten. Gekocht wird Wiener Beislküche, auf der Weinkarte stehen viele biologische und biodynamische Weine, die Karte ist mit dem Star Wine List ausgezeichnet. Reservieren kann man telefonisch ab 10.30 Uhr.
Geöffnettäglich 12 bis 24 Uhr, Küche bis 22.30 Uhr (So bis 21.30 Uhr)
ÖffisU2, U3 Volkstheater
2. Palmenhaus im Burggarten
Burggarten 1, 1010 Wien


Das Palmenhaus im Burggarten hat Friedrich Ohmann entworfen, gebaut wurde es von 1901 bis 1905. Es gilt als die letzte große Orangerie der Habsburger. Im 15 Meter hohen Mittelteil sitzt heute die Brasserie, zwischen bis zu zehn Meter hohen Palmen.
Draußen liegt die Terrasse mit Blick hinunter in den Burggarten. Tagsüber werden dort keine Tische reserviert, man setzt sich einfach dazu. Frühstück gibt es bis 12 Uhr, die Küche hat bis 21.30 Uhr offen. Nebenan im selben Glashaus flattern im Schmetterlingshaus tropische Falter.
Weil die Brasserie das ganze Jahr offen hat, kann man auch an einem milden Herbsttag noch draußen sitzen und bei Regen einfach nach drinnen unter die Palmen wechseln.
GeöffnetMo bis Fr 10 bis 23 Uhr, Sa, So und Feiertag 9 bis 23 Uhr
ÖffisStraßenbahn D, 1, 2, 71 Burgring
3. Kleines Café
Franziskanerplatz 3, 1010 Wien
Das Kleine Café ist das erste gemeinsame Projekt des Schauspielers Hanno Pöschl mit dem Architekten Hermann Czech. Innen ist es so eng, dass Spiegel den Raum größer wirken lassen. Lederbänke und Trennwände aus Marmor nutzen jeden Zentimeter.
Im Sommer zieht das Leben nach draußen. Der Schanigarten steht auf dem kleinen Franziskanerplatz, zwischen der Franziskanerkirche aus dem frühen 17. Jahrhundert und dem Mosesbrunnen. Autos fahren hier kaum, der Platz ist ruhig, obwohl der Stephansplatz nur ein paar Gassen entfernt liegt.
Das Café ist seit Jahrzehnten Treffpunkt für Leute aus Theater und Kunst. Zu essen gibt es kleine Speisen zu den Getränken.
GeöffnetMo bis Sa 10 bis 2 Uhr, So 10 bis 24 Uhr
ÖffisU1, U3 Stephansplatz
4. Haas & Haas Teehaus
Stephansplatz 4, 1010 Wien
Vom Stephansplatz aus würde man hier keinen Garten vermuten. Das Teehaus von Haas & Haas hat aber einen ruhigen Innenhof mit rund 100 Plätzen, nur wenige Schritte hinter dem Dom.
Frühstück gibt es den ganzen Tag, in vielen Varianten: englisch, vegetarisch, mit Champagner oder chinesisch mit Dim Sum. Ab 15 Uhr wird Afternoon Tea serviert, dazu kommen hausgemachte Mehlspeisen.
Im angeschlossenen Geschäft stehen über 200 Teesorten im Regal, außerdem Marmeladen, Kaffee, Süßigkeiten und Zubehör für die Teezubereitung. Wer im Hof gefrühstückt hat, kann die Sorte aus der Kanne gleich mitnehmen.
GeöffnetMo bis Sa 8 bis 20 Uhr, So und Feiertag 9 bis 18 Uhr
ÖffisU1, U3 Stephansplatz
5. Buxbaum im Heiligenkreuzerhof
Grashofgasse 3, 1010 Wien
Der Heiligenkreuzerhof zwischen Schönlaterngasse und Grashofgasse gehört seit dem Mittelalter dem Zisterzienserstift Heiligenkreuz. Die Kellergewölbe stammen noch aus dieser Zeit, der Hof selbst wurde von 1659 bis 1676 barock umgebaut. Er wird oft als ältestes Wohnhaus Wiens bezeichnet.
In diesem Hof liegt das Restaurant Buxbaum mit einem schattigen Schanigarten für rund 20 Personen. Mitten in der Altstadt hört man hier wenig vom Verkehr.
Gekocht wird gehobene österreichische und mediterrane Küche, am Abend nach einer Karte, die regelmäßig mit der Saison wechselt. Dazu gibt es Weine von bekannten Winzer:innen. Am Sonntag hat das Buxbaum geschlossen.
GeöffnetMo bis Sa 12 bis 15 Uhr und 17 bis 23 Uhr
ÖffisU3 Stubentor
6. Meierei im Stadtpark
Am Heumarkt 2a, 1030 Wien
Die Meierei wurde von 1901 bis 1903 nach Plänen von Friedrich Ohmann und Josef Hackhofer gebaut, als Teil der Anlagen am Wienfluss. Eröffnet hat sie als Milchtrinkhalle. Auffällig ist das hohe Mansardendach mit der Gitterkrone. Seit 2004 führt die Familie Reitbauer vom Steirereck hier ein Restaurant.
Die Terrasse liegt direkt am Wienfluss im Stadtpark. Bekannt ist die Meierei für ihre Frühstücke, etwa das Meierei, das Stadtpark oder das Steirereck Frühstück. Dazu kommt eine Käsevitrine mit über 100 Sorten aus 13 Ländern. Einen Teil des Käses lässt das Haus in eigenen Räumen reifen.
GeöffnetMo bis Fr 8 bis 23 Uhr, Sa 9 bis 19 Uhr, Feiertag geschlossen
FrühstückMo bis Fr 8 bis 12 Uhr, Sa 9 bis 12 Uhr
ÖffisU4 Stadtpark
7. FREIHERZ im Alten AKH
Alser Straße 4, 1090 Wien
Viele kennen den Garten im ersten Hof des Alten AKH noch als Stiegl-Ambulanz. Im Juni 2025 hat dort das FREIHERZ aufgesperrt. Betrieben wird es von der Litus Group, die Einrichtung setzt auf warme Erdtöne mit roten Akzenten.
Der Hof liegt auf dem Campus der Universität Wien, zwischen Uni, Innenstadt und den grünen Höfen des alten Spitals. Entsprechend gemischt ist das Publikum: Studierende, Familien und Leute, die nach der Arbeit auf ein Bier vorbeikommen.
Auf der Karte steht moderne Wiener Küche, dazu Spezialitäten vom Grill. An lauen Abenden ist der Biergarten das Herz des Lokals, bei kühlerem Wetter sitzt man im Restaurant.
GeöffnetMi und Do 11.30 bis 23 Uhr, Fr und Sa 11.30 bis 24 Uhr, So 11.30 bis 22 Uhr
ÖffisStraßenbahn 43, 44 Lange Gasse
8. Schweizerhaus
Prater 116, 1020 Wien

Der Name geht auf eine Schweizer Meierei zurück, die 1868 im Prater eröffnet wurde. 1920 kaufte Karl Kolarik das Haus, seither führt es seine Familie. Mit bis zu 3.000 Plätzen unter alten Kastanienbäumen gehört es zu den größten Gastgärten in Wien.
Berühmt ist die Original Schweizerhaus Stelze, außen knusprig und so groß, dass sie für zwei bis drei Personen reicht. Dazu wird Budweiser gezapft. Die Kellner:innen balancieren Teller und Krüge in erstaunlichen Mengen durch die Reihen.
Das Schweizerhaus hat nur von 15. März bis 31. Oktober offen, dann aber täglich ohne Ruhetag. Reservieren ist telefonisch oder per Mail möglich und an schönen Tagen sinnvoll.
Geöffnettäglich 11 bis 23 Uhr, Küche bis 22.15 Uhr
Saison15. März bis 31. Oktober
ÖffisU1, U2 Praterstern
9. Lusthaus
Freudenau 254, 1020 Wien


Am Ende der 4,4 Kilometer langen Hauptallee steht das achteckige Lusthaus. Ein Jagdhaus gab es hier schon im 16. Jahrhundert, den heutigen Bau hat Isidore Canevale von 1781 bis 1783 errichtet. Wegen der Hochwassergefahr steht er auf einem Sockel. Am 18. Oktober 1814 speisten hier die verbündeten Monarchen zum Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig.
Heute ist im Lusthaus ein Café-Restaurant mit Wiener und mediterraner Küche und eigener Konditorei. Im Garten unter Kastanienbäumen gibt es rund 125 Plätze, der Blick geht auf die Hauptallee. Die Karte wechselt jeden Monat, am ersten Sonntag im Monat gibt es Brunch.
GeöffnetOktober bis Dezember Mo, Di, Fr bis So und Feiertag 12 bis 17 Uhr
ÖffisBus 77A Lusthaus
10. Strandcafé an der Alten Donau
Florian-Berndl-Gasse 20, 1220 Wien
Das Strandcafé gibt es seit 1921, im Jahr 2026 feiert es also 105 Jahre. Bekannt ist es seit Langem für seine Ripperl, für frische Bratwürste und gebratenen Fisch.
Draußen gibt es gleich mehrere Möglichkeiten: die Promenade, einen Garten, eine Uferterrasse und ein Floß direkt auf dem Wasser der Alten Donau. Drinnen haben rund 60 Gäste Platz. Neben Ripperl und Grillgerichten stehen regionaler Fisch und vegetarische sowie vegane Speisen auf der Karte.
Gastraum und Promenade sind täglich ab 11.30 Uhr offen. Auf der Uferterrasse und dem Floß sitzt man unter der Woche erst ab 17 Uhr, am Wochenende ab Mittag. Das Lokal ist barrierefrei.
Geöffnettäglich 11.30 bis 23 Uhr
Uferterrasse und FloßMo bis Fr 17 bis 23 Uhr, Sa und So 11.30 bis 23 Uhr
ÖffisU1 Alte Donau
11. Café Dommayer
Dommayergasse 1, 1130 Wien

An dieser Stelle stand das Casino Dommayer, in dem Joseph Lanner und beide Johann Strauss ihre Werke spielten. Johann Strauss Sohn hatte hier 1844 sein Debüt, daran erinnert ein Denkmal vor dem Haus. Das heutige Café gibt es seit 1924, seit 2006 führt es die Kurkonditorei Oberlaa.
Vor dem Café liegt ein Schanigarten für rund 70 Personen, dahinter ein großer Gastgarten für etwa 260. Frühstück gibt es bis 11.30 Uhr, danach Wiener und internationale Küche. Bekannt ist das Dommayer für Torten und Mehlspeisen aus der eigenen Konditorei. Zum Schlosspark Schönbrunn sind es nur ein paar Minuten zu Fuß.
Geöffnettäglich 7.30 bis 20.30 Uhr
ÖffisU4 Hietzing
12. Schutzhaus am Ameisbach
Braillegasse 3, 1140 Wien
Das Schutzhaus liegt am Rand einer Kleingartenanlage in Penzing. Im Garten sitzt man auf Bänken unter Bäumen und schaut über den Westen der Stadt. Platz ist für rund 300 Gäste.
Gekocht wird Wiener Küche mit saisonalen Gerichten und einem Wochenmenü, das regelmäßig wechselt. Am Dienstag und Freitag wird bei Schönwetter im Gastgarten gegrillt. Für Kinder gibt es eigene Speisen, Hochstuhl und Wickeltisch. Das Essen kann man auch mitnehmen.
Im Haus gibt es außerdem Räume für Feiern mit bis zu 220 Personen. Am Montag hat das Schutzhaus Ruhetag, am Dienstag sperrt es erst am Abend auf.
GeöffnetDi 17 bis 22 Uhr, Mi bis So 11 bis 22 Uhr, Feiertag 11 bis 17 Uhr
Küchebis 20.30 Uhr
13. Schutzhaus am Schafberg
Czartoryskigasse 190, 1170 Wien
Am Schafberg in Hernals liegt dieses klassische Schutzhaus am Rand der Stadt. Der Garten hat Platz für rund 150 Gäste, beim Essen hat man Aussicht über die Umgebung.
Auf der Karte stehen bodenständige Wiener Küche und Hausmannskost. Die saisonale Karte wechselt alle vier Wochen, von Mittwoch bis Freitag gibt es mittags ein Menü mit zwei Gängen. Für Familien ist vorgesorgt: Kinderspeisen, Hochstühle, Spielzeug und ein Wickeltisch.
Drinnen gibt es einen Saal für 100 Personen, das Schutzhaus ist barrierefrei. Ein kleiner Parkplatz ist vorhanden. Wer Gastgärten in Wien mit Ausflugscharakter sucht, ist hier am Stadtrand richtig.
GeöffnetMi bis Sa 12 bis 23 Uhr, So und Feiertag 11 bis 22 Uhr
Küchebis eine Stunde vor Sperrstunde
14. Salettl
Hartäckerstraße 80, 1190 Wien
Das Salettl ist ein Alt-Wiener Pavillon in einer ruhigen Parkgegend in Döbling, gleich beim Hugo-Wolf-Park. Seit rund 50 Jahren ist es ein fixer Treffpunkt im Bezirk.
Rund um den Pavillon liegt ein naturbelassener Garten mit vielen Bäumen und Pflanzen für etwa 200 Gäste, der Blick geht Richtung Wienerwald. Wenn es regnet, sitzt man im Pavillon selbst.
Bekannt ist das Salettl für sein Frühstück: Es gibt bis zu 16 Varianten, dazu Alt-Wiener Schmankerl, große Kipferl, Gulasch und Palatschinken. Wenn es kühler wird, lohnt vor dem Ausflug ein Anruf, denn die Öffnungszeiten können je nach Saison abweichen.
Geöffnettäglich 9 bis 23.30 Uhr, Küche bis 22 Uhr
Gut zu wissen
- Seit Herbst 2023 dürfen Schanigärten in Wien das ganze Jahr über betrieben werden. Viele Gastgärten in Wien bleiben deshalb im Herbst offen, solange es das Wetter zulässt.
- Saisonbetriebe machen trotzdem Pause: Das Schweizerhaus hat nur bis 31. Oktober offen, das Lusthaus hat ab Oktober kürzere Öffnungszeiten bis 17 Uhr.
- Im Palmenhaus werden Tische auf der Terrasse tagsüber nicht reserviert. Im Glacis Beisl reserviert man bei Schönwetter gezielt einen Tisch im Garten.
- Für Familien eignen sich unter den Gastgärten in Wien besonders die beiden Schutzhäuser, das Strandcafé und das Lusthaus. Alle vier haben Kinderspeisen, Hochstühle und Wickeltisch.
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Gastgärten in Wien: häufige Fragen
Welche Gastgärten in Wien haben auch im Herbst offen?
Ohne angegebene Winterpause haben unter anderem das Palmenhaus, das Glacis Beisl, das Café Dommayer und die Meierei im Stadtpark offen. Ob draußen serviert wird, hängt vom Wetter ab. Das Schweizerhaus schließt am 31. Oktober.
Was ist der größte Gastgarten in Wien?
Das Schweizerhaus im Prater hat bis zu 3.000 Plätze unter Kastanienbäumen und ist damit der größte unter den hier vorgestellten Gastgärten in Wien.
Wo gibt es Gastgärten in Wien in einem Innenhof?
Zum Beispiel im Teehaus Haas & Haas hinter dem Stephansdom, im Buxbaum im Heiligenkreuzerhof und im FREIHERZ im ersten Hof des Alten AKH.
Wo kann man in Wien im Gastgarten frühstücken?
Frühstück gibt es unter anderem im Salettl in Döbling, in der Meierei im Stadtpark, im Palmenhaus bis 12 Uhr und im Teehaus Haas & Haas den ganzen Tag.