Ramen in Wien gibt es längst nicht mehr nur in einer Handvoll Lokale. Seit Karma Ramen 2015 an der Rechten Wienzeile aufgesperrt hat, ist eine kleine Szene gewachsen: Nudelbars am Markt, Izakayas mit Suppenkarte, japanische Ketten und Lokale, deren Köche vorher woanders Brühe gekocht haben.
Wir stellen zehn Adressen vor, quer durch die Bezirke. Manche machen ihre Nudeln selbst, andere lassen sie aus Japan kommen. Fast überall gibt es eine vegane Schüssel, die Unterschiede liegen in der Brühe, beim Reservieren und bei den Öffnungszeiten.
Unser Tipp
Wer bei Mochi am Vorgartenmarkt keinen Platz bekommt: Im Mochi Automato Shoppu in der Ennsgasse 17 gibt es Ramen-Kits aus dem Automaten, auch am Sonntag.
1. Mochi Ramen Bar
Vorgartenmarkt Stand 19 + 29, 1020 Wien
Die Mochi Ramen Bar hat 2017 am Vorgartenmarkt aufgesperrt, betrieben vom Team hinter dem Restaurant Mochi, das es seit 2012 gibt. Gesessen wird an einer langen Theke mit Blick in die offene Küche, wo die Brühe in großen Töpfen zieht. Der Falter nennt sie die vielleicht besten Ramen der Stadt.
Die Nudeln macht das Team täglich selbst. Auf der Karte stehen vier Suppen, eine davon vegan, dazu Toppings gegen Aufpreis und kleine japanische Snacks wie Gyoza. Zum Nachtisch gibt es etwa Umeboshi-Eis oder Schokomousse.
Reservieren kann man nicht, es gilt first come, first served. Bei Schönwetter sitzt man draußen im Gastgarten mitten am Markt.
GeöffnetMo bis Sa 11.30 bis 22 Uhr
Reservierungnicht möglich
ÖffisU1 Vorgartenstraße
2. Karma Ramen
Rechte Wienzeile 2A, 1050 Wien
Karma Ramen ist 2015 an der Rechten Wienzeile gestartet und gehört damit zu den älteren Ramen-Bars der Stadt. Die Nudeln entstehen jeden Tag frisch auf einer Nudelmaschine aus der japanischen Präfektur Kagawa. Weil sich der Teig mit dem Wetter verändert, braucht es im Sommer eine andere Mischung als im Winter.
Mehl, Hendl, Schweinefleisch, Eier und Gemüse kommen von Höfen aus Wien und Niederösterreich, Spezialzutaten aus Japan. Die Brühe köchelt zehn bis zwölf Stunden, auf Glutamat verzichtet die Küche. Neben den Ramen gibt es Gerichte im Izakaya-Stil, Cocktails, hausgemachten Eistee und Limonade.
Draußen warten ein Schanigarten für 24 Personen und ein Innenhof für 26. Alle Gerichte gibt es auch zum Mitnehmen.
Geöffnettäglich 11.30 bis 22.30 Uhr, Küche bis 21.15 Uhr
Seit2015
ÖffisU1, U2, U4 Karlsplatz
3. Shoyu Ramen
Seilerstätte 10, 1010 Wien
Shoyu Ramen in der Innenstadt macht die Nudeln selbst und setzt auf frische, saisonale Zutaten. Auf der Karte stehen Shoyu und Miso Ramen, dazu Green Ramen in vegetarischer oder veganer Ausführung. Neu dazugekommen ist eine Tonkotsu Ramen, deren Brühe viele Stunden lang gekocht wird.
Wer keine Suppe will, findet Donburi in mehreren Varianten, etwa Gyu Don mit Rindfleisch, sowie japanische Currys. Zum Anfangen gibt es Edamame oder Agedashi Tofu. Alle Gerichte kann man mitnehmen, vor dem Lokal steht ein kleiner Schanigarten für 14 Personen.
Reservieren geht über die Website. Das Schwesterlokal Shoyu Pan liegt in der Marxergasse im 3. Bezirk.
GeöffnetDi bis Sa 11.30 bis 22 Uhr
Reservierungonline über shoyu.at
4. Oreno Ramen
Lerchenfelder Straße 74, 1080 Wien
Justin Chen hat Oreno Ramen 2019 eröffnet, nachdem er bei Karma Ramen und in der Mochi Ramen Bar gearbeitet hatte. Das Lokal fällt mit seinen gelben Akzenten auf, die Karte bleibt überschaubar: Shoyu, Miso und Tonkotsu, dazu vegane Suppen. Die Nudeln kommen aus Japan.
Neben den Ramen stehen kalte Nudelgerichte, Snacks und Gyoza auf der Karte, über das Jahr kommen saisonale Specials dazu. Ab und zu verwandelt sich das Lokal bei „Ramen & Beats“ in eine Suppenbar mit DJ.
Im Sommer sitzen bis zu 26 Gäste im Schanigarten an der Lerchenfelder Straße.
GeöffnetDi bis So, Montag Ruhetag
Seit2019
ÖffisStraßenbahn 46
5. Maka Ramen
Wimbergergasse 41, 1070 Wien
Maka Ramen begann im Frühjahr 2020 in einer Wohnung. Maximilian Hauf kam von einer Reise durch Japan zurück, musste in Quarantäne und kochte zwei Wochen lang Ramen. Katrin Wondra stellte ihm die Zutaten ins Stiegenhaus. Aus der Idee wurden Ramen-Kits, dann Pop-ups und schließlich das Lokal nahe dem Gürtel.
Hauf kochte vorher bei Konstantin Filippou, Wondra leitete Küchen für eine Restaurantkette. Heute stehen immer vier Ramen und fünf Tapas auf der Karte, die Suppen wechseln mit der Saison, im Herbst etwa eine Spicy Miso Tonkotsu. Bekannt ist auch die vegane Peanut Butter Ramen.
Tische vergibt Maka in drei Zeitfenstern pro Abend. Die Ramen-Kits gibt es weiterhin, auch im Handel.
GeöffnetMi bis So 16.30 bis 22 Uhr
Reservierungonline, drei Zeitfenster pro Abend
ÖffisU6 Burggasse-Stadthalle
6. Kibo
Burggasse 4, 1070 Wien
Kibo an der Ecke Burggasse und Kirchberggasse versteht sich als japanisches Beisl. Die Ramen gibt es als Tonkotsu, Miso und Shoyu, jeweils mit Fleisch oder in vegetarischer und veganer Variante. Dazu kommen kalte und warme japanische Tapas, Don und Udon.
An der Bar stehen japanische Biere, Sake und ein Yuzu-Spritz. Unter der Woche gibt es von 11.30 bis 15.30 Uhr ein Mittagsmenü mit Suppe oder Salat. Am Freitag und Samstag hat Kibo bis Mitternacht offen, für Ramen eine der späteren Adressen der Stadt.
Im Sommer stehen Tische für 16 Personen im Gastgarten. Bezahlt wird laut Falter nur bar.
GeöffnetSo bis Do 11.30 bis 22 Uhr, Fr und Sa 11.30 bis 24 Uhr
Bezahlungnur bar
ÖffisU2, U3 Volkstheater
7. Takumi Ramen
Krugerstraße 5, 1010 Wien
Takumi ist eine Ramen-Kette mit Lokalen in mehreren Ländern und hat in Wien zwei Adressen mit unterschiedlichem Schwerpunkt. In der Krugerstraße nahe der Kärntner Straße dreht sich alles um Tonkotsu, die trübe Brühe aus Schweineknochen. In der Kinderspitalgasse 2 im 9. Bezirk heißt das Lokal Ramen & Yakisoba.
Neben Tonkotsu stehen Shoyu und Miso Ramen auf der Karte, außerdem gebratene Yakisoba-Nudeln, Currys und Gyoza. Die Nudeln kommen aus Japan. Für Gäste ohne Fleisch gibt es vegetarische und vegane Schüsseln, darunter eine scharfe Tantanmen.
Beide Lokale haben jeden Tag offen. Tische reserviert Takumi nur für Gruppen ab vier Personen.
Geöffnettäglich
Zweites LokalKinderspitalgasse 2, 1090 Wien
ÖffisU1, U2, U4 Karlsplatz
8. Ramen Makotoya
Reichsratsstraße 11, 1010 Wien
Makotoya hat seine Wurzeln in Osaka und betreibt weltweit über 70 Lokale. In Österreich war es das erste japanische Franchise. In Wien gibt es Makotoya beim Rathaus in der Reichsratsstraße, in der Schottenfeldgasse 6 im 7. Bezirk und bei Wien Mitte in der Landstraßer Hauptstraße 7.
Die Brühen werden aus Rind und Hendl gekocht, dazu kommen gelbe Nudeln mit Ei, Bambussprossen und Frühlingszwiebeln. Als Einlage gibt es etwa geschmorten Schweinebauch, Faschiertes, Morcheln oder geschmorte Paradeiser. Eine der Ramen ist vegan.
Daneben stehen Gyoza, Edamame, knuspriges Tori Karaage und Donburi auf der Karte. Mittags gibt es einen Business Lunch, geliefert wird über Mjam und Foodora.
Geöffnettäglich
Weitere LokaleSchottenfeldgasse 6, 1070 Wien; Landstraßer Hauptstraße 7, 1030 Wien
ÖffisU2 Rathaus
9. Ichi go Ichi e
Stubenring 6, 1010 Wien
Der Name kommt aus einer japanischen Redewendung und bedeutet sinngemäß „ein Mal, eine Begegnung“: Jeder Moment kommt nur einmal. Die kleine Ramen Bar liegt am Stubenring, wenige Schritte vom MAK entfernt.
Auf der Karte stehen unter anderem Black Garlic Ramen, Hokkaido Ramen, Tan Tan Men und Hot Beef Ramen. Die Tan Tan Men gibt es auch vegan. Als Vorspeise kommen Gyoza, Takoyaki, Karaage oder Edamame auf den Tisch.
Ichi go Ichi e hat mittags und abends offen, auch am Sonntag. Bezahlen kann man bar oder mit Karte.
GeöffnetDi bis So 11 bis 15 Uhr und 17 bis 22 Uhr, Montag Ruhetag
ÖffisU3 Stubentor
10. Taeko Ramen
Praterstraße 55, 1020 Wien
Taeko Ramen an der Praterstraße beschreibt sich selbst mit „Japan meets Vienna“. Neben Ramen gibt es gegrillte Yakitori-Spieße, Reisgerichte, Sushi, Maki und Nachspeisen. Vegetarische und vegane Gerichte sind auf der Karte gut vertreten.
Unter der Woche gibt es von 11 bis 14.45 Uhr ein Mittagsmenü. Im Gastgarten haben 36 Personen Platz, Hunde sind willkommen. Wer lieber zu Hause isst, bestellt telefonisch zum Abholen oder über Mjam.
Für private Feiern kann man das Lokal auf Anfrage mieten. Am Samstag bleibt Taeko geschlossen, am Sonntag sperrt es um 13 Uhr auf.
GeöffnetMo bis Fr 11 bis 15 Uhr und 17.30 bis 23 Uhr, So 13 bis 23 Uhr
ÖffisU1 Nestroyplatz

Gut zu wissen
- Ruhetage beachten: Wer am Montag Ramen in Wien essen will, steht bei Shoyu, Oreno, Ichi go Ichi e und Maka vor verschlossener Tür. Mochi und Shoyu haben am Sonntag zu, Taeko am Samstag.
- Bei Mochi gibt es keine Reservierung, bei Maka vergibt das Lokal Tische in drei Zeitfenstern, Takumi reserviert erst ab vier Personen.
- Ramen in Wien zum Selberkochen: Mochi verkauft Kits aus dem Automaten in der Ennsgasse 17, Maka bietet Ramen-Kits auch im Handel an.
- Kibo nimmt laut Falter nur Bargeld, die meisten anderen Lokale akzeptieren auch Karten.
Alle Adressen auf der Karte
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Ramen in Wien: häufige Fragen
Wo gibt es die besten Ramen in Wien?
Die Mochi Ramen Bar am Vorgartenmarkt wird vom Falter als vielleicht beste Adresse genannt. Ebenfalls oft empfohlen werden Karma Ramen an der Rechten Wienzeile, Maka Ramen im 7. Bezirk, Shoyu Ramen in der Innenstadt und Oreno Ramen im 8. Bezirk.
Gibt es vegane Ramen in Wien?
Ja, fast alle Lokale in dieser Liste haben mindestens eine vegane Suppe. Maka bietet eine vegane Peanut Butter Ramen, bei Ichi go Ichi e und Takumi gibt es eine vegane Tantanmen, Shoyu hat Green Ramen in veganer Ausführung.
Kann man für Ramen in Wien reservieren?
Das hängt vom Lokal ab. Die Mochi Ramen Bar nimmt keine Reservierungen an. Maka Ramen und Shoyu Ramen kann man online buchen, bei Karma Ramen geht es per Telefon oder E-Mail, Takumi reserviert nur für Gruppen ab vier Personen.
Welche Ramen-Lokale haben am Sonntag offen?
Am Sonntag haben unter anderem Karma Ramen, Kibo, Takumi, Makotoya, Ichi go Ichi e, Maka, Oreno und Taeko offen. Mochi Ramen Bar und Shoyu Ramen bleiben geschlossen.
Was ist der Unterschied zwischen Shoyu, Miso, Shio und Tonkotsu?
Shoyu wird mit Sojasauce gewürzt, Miso mit fermentierter Sojabohnenpaste und Shio mit Salz. Tonkotsu bezeichnet eine trübe, kräftige Brühe aus Schweineknochen, die viele Stunden kocht.