Ausflüge

Die 7 schönsten Parks in Wien

Vom goldenen Strauss im Stadtpark bis zur Gloriette in Schönbrunn: sieben Wiener Parks mit Geschichte, Rosen, Teichen und viel Platz zum Spazieren.

Martin

Aktualisiert am 6. Okt. 2026  · 7 Min. Lesezeit
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Herbstlicher Weg im Wiener Stadtpark

Foto: Sandor Somkuti from Wien, Österreich, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Wien ist eine grüne Stadt. Am deutlichsten merkt man das an den Parks in Wien, von denen etliche älter sind als die Ringstraße. Manche waren kaiserliche Jagdreviere oder private Gärten des Hofs, bevor sie für alle aufgesperrt wurden. Andere hat die Stadt im 19. Jahrhundert bewusst als Volksparks angelegt, als Wien rasant gewachsen ist.

Die sieben Parks in Wien, die wir hier vorstellen, könnten unterschiedlicher kaum sein: barocke Achsen in Schönbrunn, rund 400 Rosensorten mitten in der Innenstadt, Teiche und eine Aussichtswarte in Währing. Für manche braucht man einen halben Tag, für andere reicht eine lange Mittagspause.

Unser Tipp

Im Stadtpark lohnt es sich, nach dem Foto beim goldenen Strauss weiterzugehen, hinunter zur Wien. Dort ist es auch an einem Sonntag ruhig.

1. Stadtpark

Parkring, 1010 Wien

Herbstlicher Weg im Wiener Stadtpark
Herbst im Stadtpark · Foto: Sandor Somkuti from Wien, Österreich, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons
Steinerner Pavillon am Wienfluss im Stadtpark
Am Wienfluss wird es ruhiger · Foto: Flocci Nivis, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Der Stadtpark ist der erste Park, den die Stadt Wien selbst für die Öffentlichkeit angelegt hat. Eröffnet wurde er am 21. August 1862, gestaltet im englischen Landschaftsstil. Er reicht vom Parkring im 1. Bezirk bis zum Heumarkt im 3. Bezirk und hat mehr Denkmäler als jeder andere Park der Stadt, von Schubert über Bruckner und Lehár bis Makart.

Wir waren an einem Sonntag dort und sind einfach drauflos spaziert. Am goldenen Johann Strauss, dem bekanntesten Denkmal im Park, drängen sich die Touristen. Geht man weiter zur Wien hinunter, wird es auf einmal ruhig. Hier steht auch das Wienflussportal im Jugendstil, das viele gar nicht bemerken.

Für eine Pause gibt es den Kursalon Hübner und die Meierei, die heute ein Restaurant ist. Im Teil des 3. Bezirks liegen Spielplätze, zwei Ballspielplätze und ein Skatepark.

Eröffnet1862

ÖffisU4 Stadtpark, U3 Stubentor

HundeVerbot, Hundezone an der Wienflusspromenade

2. Augarten

Obere Augartenstraße 1, 1020 Wien

Der Augarten, einer der ältesten Parks in Wien
Im Augarten · Foto: Anna Saini, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Der Augarten ist die älteste erhaltene barocke Anlage Wiens. Begonnen hat alles im frühen 17. Jahrhundert mit einem Jagdgarten, 1614 entstand hier ein Jagdschloss. Schon 1775 wurde der Park für das bürgerliche Publikum geöffnet. Heute umfasst er rund 54 Hektar und gehört seit 1918 der Republik.

Zwischen den langen Alleen stehen zwei Flaktürme aus dem Jahr 1940, die man schon von weitem sieht. Im Park sind außerdem die Porzellanmanufaktur Augarten, die Wiener Sängerknaben und das Filmarchiv Austria zu Hause.

Familien kennen das Kinderfreibad, das es seit 1926 gibt. Wer sich für Kunst interessiert, schaut im Atelier Augarten des Belvedere vorbei, wo es auch ein Café-Restaurant gibt. Hunde müssen an die Leine, dafür gibt es zwei eingezäunte Hundezonen.

Flächerund 54 Hektar

Geöffnetab 6.30 Uhr (April bis Oktober)

ÖffisBus 5A, U2 Taborstraße

3. Burggarten

Burggarten, 1010 Wien

Burggarten mit dem Palmenhaus im Hintergrund
Das Palmenhaus im Burggarten · Foto: Geolina163, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Der Burggarten war lange der private Garten des Kaisers. Hofgärtner Franz Antoine legte ihn um 1818/1819 für Franz I. an, öffentlich zugänglich ist er erst seit 1919. Eine Zeit lang hieß er sogar „Garten der Republik“.

Das Herzstück ist das Palmenhaus im Jugendstil von Friedrich Ohmann, das 2026 seinen 120. Geburtstag feiert. Darin wachsen eine rund 70 Jahre alte Fischschwanzpalme und ebenso alte Ficus. Im mittleren Teil sitzt man im Café-Restaurant, gleich daneben flattern im Schmetterlinghaus über 50 Arten.

Draußen lohnt ein Abstecher zum Mozartdenkmal von Viktor Tilgner, vor dem ein Blumenbeet in Form eines Notenschlüssels angelegt ist. Weniger bekannt ist der „Steinerne Wald von Náchod“ an der Goethegasse: versteinerte Araukarienstämme, rund 280 Millionen Jahre alt.

GeöffnetApril bis Oktober 6 bis 22 Uhr

ÖffisStraßenbahn 1, 2, 71, D (Burgring)

Hundenicht erlaubt

4. Volksgarten

Volksgarten, 1010 Wien

Blumenbeete im Volksgarten
Blumenbeete im Volksgarten · Foto: Geolina163, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons
Blumenschmuck am Kaiserin-Elisabeth-Denkmal im Volksgarten
Am Sisi-Denkmal · Foto: Geolina163, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Der Volksgarten war der erste Garten in Österreich, den das Kaiserhaus ausdrücklich für die Öffentlichkeit angelegt hat. Am 1. Mai 1823 wurde er geöffnet. Die strengen, geraden Linien hatten übrigens auch einen praktischen Grund: Sie ließen sich von der Polizei besser überwachen.

Berühmt ist der Volksgarten für seine Rosen. Rund 3.000 Rosenstöcke in etwa 400 Sorten stehen hier, die Hauptblüte fällt auf Ende Mai bis Anfang Juni.

Mittendrin steht der Theseustempel von Peter von Nobile, gebaut für Canovas Theseusgruppe, die heute im Kunsthistorischen Museum zu sehen ist. In einem ruhigen Winkel sitzt Kaiserin Elisabeth als Marmorstatue von Hans Bitterlich, enthüllt 1907. Dazu kommen das Grillparzer-Denkmal und der Triton- und Nymphenbrunnen.

Rosenrund 400 Sorten

HauptblüteEnde Mai bis Anfang Juni

ÖffisU2/U3 Volkstheater

5. Schlosspark Schönbrunn

Schönbrunner Schloßstraße 47, 1130 Wien

Die Gloriette im Schlosspark Schönbrunn
Die Gloriette · Foto: Simófi István, Pexels

Der Schlosspark Schönbrunn misst von Ost nach West 1,2 Kilometer, von Nord nach Süd etwa einen. Seine Geschichte beginnt im 14. Jahrhundert als Jagdgebiet der Katterburg, unter Maria Theresia wurde er mehrfach erweitert. Seit etwa 1779 ist er öffentlich zugänglich und seit 1996 gemeinsam mit dem Schloss UNESCO-Welterbe. Der Eintritt in den Park ist frei.

Den schönsten Blick hat man oben von der Gloriette, wo auch das Café Gloriette liegt. Auf dem Weg hinauf kommt man am Neptunbrunnen vorbei. Abseits der Hauptachse warten die Römische Ruine, der Obeliskbrunnen und der Japanische Garten.

Das Große Palmenhaus war bei seiner Eröffnung 1882 das größte Glashaus der Welt, 111 Meter lang und 25 Meter hoch. Dafür zahlt man Eintritt, genauso wie für Irrgarten, Kronprinzengarten, Orangeriegarten, Wüstenhaus und Tiergarten. Beim Wüstenhaus lebt übrigens eine Kolonie Europäischer Ziesel.

EintrittPark frei

Geöffnettäglich ab 6.30 Uhr

ÖffisU4 Schönbrunn, Straßenbahn 10 und 60

6. Türkenschanzpark

Türkenschanzpark, 1180 Wien

Blumenbeet im Türkenschanzpark
Blumenbeet im Türkenschanzpark · Foto: WWWeb.pix, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Wo heute Teiche liegen, war bis 1885 eine Sand- und Schottergrube. Stadtgärtner Gustav Sennholz machte daraus einen Park im englischen Landschaftsstil, am 30. September 1888 wurde er eröffnet. Kaiser Franz Joseph sprach dabei über das Ende der Grenze zwischen Stadt und Vororten.

Rund 6.500 Quadratmeter Wasserfläche verteilen sich auf mehrere Teiche, dazu kommen Bachläufe, Wasserfälle und Springbrunnen. Weil die BOKU gleich nebenan liegt, wachsen hier seltene Bäume aus China, Japan und Nordamerika, viele davon mit Namensschild.

Die 23 Meter hohe Paulinenwarte ist nach Fürstin Pauline Metternich benannt, die exotische Pflanzen für den Park gespendet hat. Hinauf kommt man nur an einzelnen Wochenenden bei Schönwetter. Für Familien gibt es fünf Spielplätze, einer davon mit Wasserspiel.

Flächerund 15 Hektar

ÖffisBus 10A, 37A, 40A (Dänenstraße)

Hundean der Leine, 2 Hundezonen

7. Schweizergarten

Schweizergarten, 1030 Wien

Der Schweizergarten entstand 1904 als Maria-Josefa-Park auf früheren Lagerplätzen zwischen Südbahnhof und Arsenal. 1919 bekam er seinen heutigen Namen, aus Dank für die Hilfsaktionen der Schweiz. Seine heutige Größe von rund 11,5 Hektar hat er seit 1965.

Große Teiche mit Felspartien und Fontänen prägen den Park, dazu kommen ein Alpenpflanzengarten und exotische Bäume. Am Rand steht das Belvedere 21, ursprünglich der österreichische Pavillon der Weltausstellung 1958 in Brüssel, entworfen von Karl Schwanzer.

Das Chopin-Denkmal „La Note Bleue“ von Krzysztof Bednarski war die erste Chopin-Plastik in Österreich, ein Geschenk der Republik Polen aus dem Jahr 2010. Für Kinder gibt es Spielplätze mit Seilbahn, Trampolin und Wasserspiel sowie einen Rodelhügel.

Flächerund 11,5 Hektar

ÖffisStraßenbahn D, 18, O (Quartier Belvedere)

Hunde2 eingezäunte Hundezonen

Gut zu wissen

  • Hunde sind nicht in allen Parks in Wien erlaubt: Im Stadtpark, im Burggarten, im Volksgarten und im Schlosspark Schönbrunn gilt Hundeverbot. Im Augarten und im Türkenschanzpark müssen Hunde an die Leine, der Schweizergarten hat zwei Hundezonen.
  • Nicht alle Parks in Wien sind rund um die Uhr offen: Augarten, Burggarten, Volksgarten und der Schlosspark Schönbrunn haben Öffnungszeiten. Von November bis Februar sperren sie schon um 17.30 Uhr zu.
  • Radfahren ist im Augarten nicht erlaubt.

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Parks in Wien: häufige Fragen

In welchem der Parks in Wien blühen die meisten Rosen?

Im Volksgarten in der Innenstadt stehen rund 3.000 Rosenstöcke in etwa 400 Sorten. Die Hauptblüte ist Ende Mai bis Anfang Juni.

Darf man Hunde in die Parks in Wien mitnehmen?

Das ist unterschiedlich. Im Stadtpark, Burggarten, Volksgarten und Schlosspark Schönbrunn gilt Hundeverbot. Im Augarten und im Türkenschanzpark sind Hunde an der Leine erlaubt, beide Parks haben Hundezonen. Auch im Schweizergarten gibt es zwei Hundezonen.

Kostet der Schlosspark Schönbrunn Eintritt?

Nein, wie die meisten Parks in Wien ist auch der Schlosspark selbst frei zugänglich. Eintritt zahlt man für Palmenhaus, Wüstenhaus, Irrgarten, Kronprinzengarten, Orangeriegarten und Tiergarten.

Wo ist es im Stadtpark am ruhigsten?

Beim goldenen Strauss-Denkmal sind viele Touristen unterwegs. Unten entlang der Wien wird es deutlich ruhiger.

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Martin

Martin ist Herausgeber und Chefredakteur von WIENINSIDE und einer, der mit Wien nie fertig wird. Macht irgendwo ein neuer Hotspot auf, will er ihn sehen. Unterwegs bleibt er vor Fassaden stehen, an denen andere vorbeigehen, denn Architektur ist seine große Leidenschaft. Und am Ende des Tages zählt für ihn eines: gut essen. Bei WIENINSIDE schreibt er über Essen, Architektur, Sport, Freizeit und alles, was die Stadt gerade bewegt.

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