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Wandern im Wienerwald: 5 Stadtwanderwege mit Öffi-Anschluss und Einkehr

Wandern im Wienerwald ohne Auto: fünf Stadtwanderwege der Stadt Wien von Nußdorf bis Rodaun, mit Länge, Gehzeit, Öffis und Hütten am Weg.

Martin

Aktualisiert am 13. Okt. 2026  · 5 Min. Lesezeit
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Wandern im Wienerwald: Turmspitze der Habsburgwarte auf dem Hermannskogel

Foto: Linie29, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Wandern im Wienerwald beginnt in Wien oft an einer Straßenbahn-Endstation. Die Stadt Wien hat ein Netz aus Stadtwanderwegen markiert, die alle mit den Öffis erreichbar sind. Die meisten sind Rundwege: Man steigt dort aus, wo man am Abend wieder einsteigt.

Für diesen Überblick haben wir fünf Routen im Wiener Teil des Wienerwalds ausgesucht, vom Kahlenberg im Norden bis zum Maurer Wald im Süden. Zu jeder Route stehen Länge, Gehzeit, Startpunkt und die Einkehrmöglichkeiten, die die Stadt Wien selbst nennt.

Unser Tipp

Auf jedem Stadtwanderweg gibt es eine Stempelstelle für den Wanderpass der Stadt Wien. Wer sammeln will, nimmt den Pass gleich zur ersten Tour mit.

1. Stadtwanderweg 1: Kahlenberg

Nußdorf, 1190 Wien

Der Klassiker unter den Stadtwanderwegen startet an der Endstation der Linie D in Nußdorf. Über die Zahnradbahnstraße und den Beethovengang geht es durch die Wildgrube und über die Sulzwiese hinauf zur Höhenstraße.

Oben wartet der Kahlenberg mit 484 Metern Höhe. Die Stadt Wien beschreibt ihn als einen der letzten Ausläufer der Alpen. Von der Stefaniewarte beim Sender reicht der Blick über die Donau von der Wiener Pforte bis zu den Donau-Auen, bei klarer Sicht bis zum Schneeberg.

Zurück geht es über die Josefinenhütte, die Kahlenberger Straße und die Bockkellergasse. Unterwegs liegen Heurige in der Wildgrubgasse, an der Kahlenberger Straße und in Nußdorf selbst.

Länge11 Kilometer, Rundweg

Gehzeitcirca 3,5 bis 4 Stunden

Start und ZielEndstation Nußdorf

ÖffisStraßenbahn D

EinkehrJosefinenhütte (Stempelstelle), Café Restaurant Kahlenberg, Heurige in Nußdorf

2. Stadtwanderweg 2: Hermannskogel

Sievering, 1190 Wien

Wandern im Wienerwald: Turmspitze der Habsburgwarte auf dem Hermannskogel
Die Habsburgwarte auf dem Hermannskogel · Foto: Linie29, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons
Bewaldeter Hermannskogel in Wien aus der Ferne
Der Hermannskogel, höchster Punkt Wiens · Foto: Funke, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Mit 542 Metern ist der Hermannskogel die höchste Erhebung Wiens. Der Rundweg beginnt an der Endstation des Autobus 39A in Sievering und führt über die Agnesgasse und die Salmannsdorfer Höhe zum Häuserl am Stoan.

Auf dem Gipfel steht die 27 Meter hohe Habsburgwarte aus dem Jahr 1888. Laut Stadt Wien ist sie bei Schönwetter an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen geöffnet. Kurz darunter liegt das Agnesbrünnl, ein früherer Heilbrunnen.

Der Rückweg führt über den Cobenzl. Dort gibt es den Lebensbaumkreis Am Himmel mit 22 Baumarten und das Landgut Cobenzl mit Bauernhoftieren. Durch den Gspöttgraben geht es zurück nach Sievering.

Länge10 Kilometer, Rundweg

Gehzeitcirca 3 bis 4 Stunden

Start und ZielEndstation Sievering

ÖffisAutobus 39A

EinkehrGasthaus zum Agnesbrünnl (Stempelstelle), Häuserl am Stoan, Grüass-di-a-Gott-Wirt, Heurige in Sievering

3. Stadtwanderweg 3: Hameau

Neuwaldegg, 1170 Wien

Wiese und Bäume im Schwarzenbergpark in Wien-Hernals
Im Schwarzenbergpark · Foto: Gugerell, CC0, Wikimedia Commons

Los geht es an der Endstation der Linie 43 in Neuwaldegg. Über die Schwarzenbergallee kommt man in den Schwarzenbergpark und vorbei am Parapluieteich zum Hameau.

Der Name erinnert an das „Holländerdörfl“, das hier einst stand. Von dort ist es nicht weit zum Häuserl am Roan am Dreimarkstein, der Stempelstelle dieser Route.

Nach der Unterführung der Höhenstraße führt ein Waldweg Richtung Süden. Über den Kleeblattweg und den Michaeler Wald geht es zurück in die Schwarzenbergallee. Wer danach noch einkehren will, findet in Dornbach, Neuwaldegg und Neustift Gasthäuser und Heurige.

Länge10,5 Kilometer, Rundweg

Gehzeitcirca 3 bis 4 Stunden

Start und ZielEndstation Neuwaldegg

ÖffisStraßenbahn 43

EinkehrHäuserl am Roan (Stempelstelle), Waldgasthaus Zur Allee, Café und Restaurant Marswiese

4. Stadtwanderweg 4: Jubiläumswarte

Rettichgasse, 1140 Wien

Jubiläumswarte auf dem Gallitzinberg in Wien
Die Jubiläumswarte · Foto: Doris Antony, Berlin, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Mit 7,2 Kilometern ist das die kürzeste Route in dieser Auswahl. Start ist die Station Rettichgasse der Linie 49. Über die Rosentalgasse geht es in den 1791 angelegten Dehnepark und weiter zum Silberteich.

Ziel ist die Jubiläumswarte auf dem Gallitzinberg. Ein erster Turm entstand 1898 zum 50-jährigen Regierungsjubiläum von Kaiser Franz Joseph. Die heutige Warte ist 31 Meter hoch und steht seit 1956. Bei Schönwetter reicht der Rundblick bis zum Schneeberg.

Gleich daneben liegt die Waldschule Ottakring mit der Stempelstelle. Zurück geht es über die Kreuzeichenwiese, die Otto-König-Warte und den Jubiläumswarteteich ins Rosental.

Länge7,2 Kilometer, Rundweg

Gehzeitcirca 2,5 bis 3 Stunden

Start und ZielStation Rettichgasse

ÖffisStraßenbahn 49

EinkehrGroßes Schutzhaus Rosental, Berggasthof

5. Stadtwanderweg 6: Zugberg und Maurer Wald

Rodaun, 1230 Wien

Waldweg im Maurer Wald in Wien-Liesing im Winter
Im Maurer Wald · Foto: Funke, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Mit 12,5 Kilometern ist dieser Weg der längste der fünf. Er startet an der Endstation der Linie 60 in Rodaun und führt an der Rodauner Kirche vorbei auf den Zugberg mit der Mitzi-Langer-Wand.

Hier beginnt der Kalk-Wienerwald, in dem laut Stadt Wien seltene Pflanzen wachsen. Über die Eichwiese geht es in den Maurer Wald zum Gasthof Schießstätte, der Stempelstelle der Route.

Am Georgenberg steht die Wotrubakirche, daneben liegt das Freiluftplanetarium Sterngarten. Über den Pappelteich und Kalksburg führt der Weg zurück nach Rodaun, wo auch das Hofmannsthal-Schlössl steht, in dem der Dichter Hugo von Hofmannsthal lebte.

Länge12,5 Kilometer, Rundweg

Gehzeitcirca 4 bis 4,5 Stunden

Start und ZielEndstation Rodaun

ÖffisStraßenbahn 60

EinkehrGasthof Schießstätte (Stempelstelle), Heurige in Kalksburg und Rodaun

Gut zu wissen

  • Zum Wandern im Wienerwald reichen feste Schuhe. Nach Regen sind manche Waldwege rutschig.
  • Die Stadtwanderwege sind markiert und im mobilen Stadtplan der Stadt Wien eingezeichnet. Dort gibt es auch einen Folder zum Herunterladen.
  • Die Gehzeiten der Stadt Wien sind ohne Pausen gerechnet. Mit Einkehr und Aussichtswarte sollte man einen halben Tag einplanen.
  • Hütten und Heurige haben eigene Öffnungszeiten. Vor allem unter der Woche und im Winter lohnt ein Blick auf deren Website.

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Wandern im Wienerwald: häufige Fragen

Wo kann man in Wien im Wienerwald wandern?

Im Westen der Stadt, vom Kahlenberg in Döbling über Neuwaldegg und Ottakring bis Rodaun und den Maurer Wald in Liesing. Die Stadtwanderwege 1, 2, 3, 4 und 6 führen durch diese Gebiete.

Welcher Stadtwanderweg ist der leichteste?

In dieser Auswahl ist Stadtwanderweg 4 zur Jubiläumswarte mit 7,2 Kilometern und rund 2,5 bis 3 Stunden Gehzeit der kürzeste.

Kann man zum Wandern im Wienerwald mit den Öffis anreisen?

Ja. Alle Stadtwanderwege beginnen an einer Haltestelle, etwa an den Endstationen der Linien D, 43 und 60 oder des Autobus 39A.

Wo ist der höchste Punkt Wiens?

Der Hermannskogel mit 542 Metern. Stadtwanderweg 2 führt von Sievering hinauf zur Habsburgwarte.

Wo kann man beim Wandern im Wienerwald einkehren?

Auf jeder Route liegen Hütten oder Gasthäuser, etwa die Josefinenhütte, das Gasthaus zum Agnesbrünnl oder der Gasthof Schießstätte. Dazu kommen Heurige in Nußdorf, Sievering, Neustift und Rodaun.

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Martin

Martin ist Herausgeber und Chefredakteur von WIENINSIDE und einer, der mit Wien nie fertig wird. Macht irgendwo ein neuer Hotspot auf, will er ihn sehen. Unterwegs bleibt er vor Fassaden stehen, an denen andere vorbeigehen, denn Architektur ist seine große Leidenschaft. Und am Ende des Tages zählt für ihn eines: gut essen. Bei WIENINSIDE schreibt er über Essen, Architektur, Sport, Freizeit und alles, was die Stadt gerade bewegt.

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