Wien Bezirke zu sortieren ist leichter, als es die Zahlen auf den Straßenschildern vermuten lassen. Die Stadt hat 23 Gemeindebezirke, jeder trägt eine Nummer und einen Namen und die Nummer steckt sogar in der Postleitzahl.
Hier folgt die Ordnung in Gruppen: Innere Stadt und Ring, Innenbezirke, Gürtel, Westen und Süden, Transdanubien. Dazu kommen die Zählweise, die Postleitzahlen und ein paar Eigenheiten, die man beim Nachschlagen gern parat hat.
Unser Tipp
Wer eine Adresse nachschlägt, liest den Bezirk an der zweiten und dritten Stelle der Postleitzahl ab: 1170 ist zum Beispiel der 17. Bezirk.
Zahl vor dem Straßennamen
| Nummer | Bezirk | Postleitzahl |
|---|---|---|
| 1 | Innere Stadt | 1010 |
| 2 | Leopoldstadt | 1020 |
| 3 | Landstraße | 1030 |
| 4 | Wieden | 1040 |
| 5 | Margareten | 1050 |
| 6 | Mariahilf | 1060 |
| 7 | Neubau | 1070 |
| 8 | Josefstadt | 1080 |
| 9 | Alsergrund | 1090 |
| 10 | Favoriten | 1100 |
| 11 | Simmering | 1110 |
| 12 | Meidling | 1120 |
| 13 | Hietzing | 1130 |
| 14 | Penzing | 1140 |
| 15 | Rudolfsheim-Fünfhaus | 1150 |
| 16 | Ottakring | 1160 |
| 17 | Hernals | 1170 |
| 18 | Währing | 1180 |
| 19 | Döbling | 1190 |
| 20 | Brigittenau | 1200 |
| 21 | Floridsdorf | 1210 |
| 22 | Donaustadt | 1220 |
| 23 | Liesing | 1230 |

Wien Bezirke lassen sich am schnellsten am Straßenschild lesen: Dort steht die Nummer vor dem Straßennamen, etwa „17., Pezzlgasse“. Dieselbe Zahl bildet die zweite und dritte Stelle der Postleitzahl, von 1010 für den 1. Bezirk bis 1230 für den 23.
Wer 1300 oder 1400 auf einem Kuvert findet, ist in keinem Bezirk gelandet. Die 1300 gehört zum Flughafen Wien, der nicht im Stadtgebiet liegt und die 1400 zur Poststelle des Vienna International Centre.
Eine niedrige Nummer heißt nicht automatisch, dass der Bezirk näher am Zentrum liegt. Die Nummerierung ist historisch gewachsen und keine Entfernungsangabe. Im Alltag nennt man einen Bezirk entweder beim Namen oder bei der Nummer, dann ist vom „Siebzehnten“ die Rede oder von „Wien 17“.
Innere Stadt und Ring
Die Innere Stadt ist die ursprüngliche Stadt innerhalb der Stadtmauern und bildet den Großteil des 1. Bezirks. Ihre Postleitzahl ist die 1010. Wer in Wien sagt, er fahre „in die Stadt“, meint meist genau diesen Bezirk.

Die Ringstraße kam später dazu: Franz Joseph I. ordnete sie an, begonnen wurde 1857, vollendet war sie 1865. Dafür musste die Stadtbefestigung weichen, die Stadtmauer wurde ab 1858 abgetragen. Der Ring ist damit die Antwort der Stadt auf eine Mauer, die niemand mehr brauchte.
Innenbezirke von 2 bis 9
Die Bezirke 1 bis 9 gelten als Innenbezirke. Die gängige Formel „innerhalb des Gürtels“ stimmt dafür nicht ganz: Sie passt weder auf den 2. Bezirk noch auf Teile des 3. Die Leopoldstadt liegt etwa zwischen Donaukanal und Donau und damit jenseits des Kanals vom Stadtkern.

Was heute als Bezirksteil auf dem Stadtplan steht, war in den Bezirken 2 bis 9 und im 20. einst eine Vorstadt. Aus diesen Vorstädten wurden 1850 die Bezirke gebildet. Der 20. Bezirk, die Brigittenau mit der Postleitzahl 1200, kam erst 1900 dazu, als er vom 2. abgetrennt wurde.
Wer Wien Bezirke nach Vierteln ordnet, landet im 9. Bezirk bei der Votivkirche und beim Universitäts- und Klinikviertel.
Der Gürtel und seine Bezirke
Der Gürtel ist neben Ring und Zweierlinie die dritte Hauptverkehrsader, die in einem Ringsegment um den Stadtkern führt. Er beginnt im 3. Bezirk und läuft U-förmig an den Außengrenzen der Bezirke 4 bis 9 entlang. Als Gürtelbezirke gelten hier genau diese sechs. Der Gürtel ist die am stärksten befahrene Landesstraße Österreichs.

Seit 1989 verläuft auf der Trasse die U-Bahn-Linie U6. Sie war zuvor die Gürtellinie der Stadtbahn, die 1898 eröffnet wurde.
Der Gürtel folgt etwa dem Verlauf des Linienwalls von 1704 und der war eine Steuergrenze. Die Vororte außerhalb davon waren billiger. Eine amtliche Gruppe „Gürtelbezirke“ gibt es übrigens nicht, es ist eine Redewendung.
Westen und Süden
Jenseits der Innenbezirke wird die Fläche großzügiger. Hietzing hat 3.771,3 Hektar und Favoriten 3.181,6 Hektar, beides deutlich mehr als jeder Bezirk innerhalb des Gürtels. Den Schlusspunkt der Zählung setzt Liesing als 23. Bezirk mit der Postleitzahl 1230, daneben steht Döbling als 19. Bezirk mit der 1190.

Die Grenzen sind nicht für immer gezogen worden. 1954 kamen Oberlaa, Rotneusiedl und Unterlaa zum 10. Bezirk. In den Außenbezirken sind die Bezirksteile meist die Orte, aus denen die Bezirke entstanden sind.
Transdanubien
Der Name Transdanubien ist keine amtliche Einheit. Hier sind damit der 21. Bezirk Floridsdorf (1210) und der 22. Bezirk Donaustadt (1220) gemeint. Floridsdorf ist der jüngere der beiden: Das Landesgesetz zur Eingemeindung der Großgemeinde wurde am 12. November 1904 beschlossen und am 10. Jänner 1905 publiziert.

Der neue Bezirk umfasste Floridsdorf mit Jedlesee, Großjedlersdorf, Donaufeld, Leopoldau, Kagran, Hirschstetten, Stadlau und Aspern. Das Bezirksamt nahm am 1. Jänner 1906 den Betrieb auf. 1954 kam Stammersdorf zum 21. Bezirk, während Süßenbrunn, Breitenlee und Eßling dem 22. zugeschlagen wurden.
Fläche und Wachstum
Wien umfasst 414,9 Quadratkilometer, das sind 41.487,3 Hektar. Davon entfallen 22.017,7 Hektar auf Grünflächen und Gewässer. Die Donaustadt hat mit 10.229,9 Hektar fast ein Viertel der Stadtfläche, dahinter folgen Floridsdorf mit 4.444,3 Hektar, Hietzing mit 3.771,3 und Favoriten mit 3.181,6.

Deutlich kleiner sind die Josefstadt mit 109 Hektar, Mariahilf mit 145,5, Neubau mit 160,8 und die Wieden mit 177,6. Bei der Bevölkerung wuchs 2026 die Donaustadt mit 3,2 Prozent am stärksten, die Innere Stadt schrumpfte um 2,4 Prozent. Wer Wien Bezirke vergleicht, sollte also nie nur auf die Nummer schauen.
Bezirksvorsteher und Grätzl
Wien ist als Statutarstadt zugleich politischer Bezirk. Die Gemeindebezirke werden von Bezirksvorstehern geleitet und sind nicht mit den politischen Bezirken im übrigen Österreich vergleichbar.
Unterhalb der Bezirke liegen die Bezirksteile, kleinräumige Nachbarschaften heißen Grätzl. Eine offizielle Übersicht führt die Stadt Wien auf ihrer Website.
Gut zu wissen
- Wien Bezirke erkennt man an der Zahl vor dem Straßennamen und an der zweiten und dritten Stelle der Postleitzahl, von 1010 bis 1230.
- Die Postleitzahlen 1300 (Flughafen Wien) und 1400 (Vienna International Centre) bezeichnen keine Bezirke.
- Gürtelbezirke und Transdanubien sind keine amtlichen Gruppen, sondern gängige Sammelbegriffe.
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Wien Bezirke: häufige Fragen
Wie viele Wien Bezirke gibt es?
Wien hat 23 Gemeindebezirke. Die Postleitzahlen reichen von 1010 für den 1. bis 1230 für den 23. Bezirk.
Wie erkenne ich den Bezirk an der Postleitzahl?
Die zweite und dritte Stelle der Postleitzahl entsprechen der Bezirksnummer. 1190 steht für den 19. Bezirk Döbling, 1230 für den 23. Bezirk Liesing.
Was ist der Gürtel in Wien?
Der Gürtel ist neben Ring und Zweierlinie eine Hauptverkehrsader um den Stadtkern. Er beginnt im 3. Bezirk und führt U-förmig entlang der Außengrenzen der Bezirke 4 bis 9. Seit 1989 verläuft dort die U6.
Welcher Wiener Bezirk ist der größte?
Die Donaustadt ist mit 10.229,9 Hektar der größte Bezirk und macht fast ein Viertel der Stadtfläche aus.