Körperwelten Wien gibt es im Oktober 2026 nur in der Rückschau. Die letzte Schau mit dem Titel „Am Puls der Zeit“ ging am 22. März 2026 in der Stadthalle zu Ende. Auf der Ausstellungsübersicht des Veranstalters steht derzeit kein Wiener Termin.
Der Blick zurück lohnt trotzdem. Hier steht, was die Ausstellung zeigt, wie die Plastination funktioniert und welche Fragen sie seit Jahren aufwirft. Dazu kommen die praktischen Angaben der letzten Wiener Station: Tickets, Öffnungszeiten, Anreise, Dauer und Altersempfehlung.
Unser Tipp
Wer eine künftige Schau besuchen möchte, wirft vorab einen Blick auf die Ausstellungsübersicht unter koerperwelten.de. Dort sind die jeweils aktuellen Stationen gelistet.
Aktuell keine Schau in Wien
Roland-Rainer-Platz 1, 1150 Wien
Wien hat die Ausstellung bisher viermal gesehen: 1999, 2013, 2019 und zuletzt von 21. November 2025 bis 22. März 2026. Gezeigt wurde „Am Puls der Zeit“ im Studio F der Wiener Stadthalle. Die Wien Holding erinnerte am 13. März 2026 noch einmal an das Laufzeitende.
Wer heute nach körperwelten wien sucht, findet also keinen laufenden Termin. Die Übersicht auf koerperwelten.de nennt aktuell Stationen in Chemnitz (Tierausstellung), London, Posen, Warschau, San José und Sydney. Wien ist nicht dabei.
Letzte Schau21.11.2025 bis 22.03.2026
AktuellKein Wien-Termin gelistet
Was „Am Puls der Zeit“ zeigte
Die Schau stellte das Potenzial und die Verwundbarkeit des Körpers im 21. Jahrhundert in den Mittelpunkt. Kuratorin war Angelina Whalley. Es war die vierte Wiener Station der Ausstellungsreihe.
Diese läuft seit 1995, Start war in Japan. Der Veranstalter nennt über 57 Millionen Besucherinnen und Besucher in über 40 Ländern. Wien reiht sich damit in eine sehr lange Tournee ein.
Plastination einfach erklärt
Plastination ist die Methode, auf der die gesamte Ausstellung beruht. Laut Veranstalter erfand sie Gunther von Hagens im Jahr 1977. Dem Präparat werden dabei Körperflüssigkeiten und lösliche Fette entzogen. So wird der Verfall gestoppt und es entstehen langfristig haltbare Präparate.
Gunther von Hagens starb am 24. Juli 2026 im Alter von 81 Jahren. Das meldeten seine Familie und das Institut für Plastination.
Woher die Präparate stammen
Sämtliche Körper und die Mehrzahl der Präparate stammen laut Veranstalter von Körperspendern des Heidelberger Instituts für Plastination. In dessen Körperspende-Programm sind über 21.000 Spenderinnen und Spender registriert.
Zu Identität und Todesursache der Spender macht der Veranstalter keine Angaben. Gerade dieser Punkt spielt in der Debatte um die Ausstellung eine Rolle.
Öffnungszeiten und Tickets der letzten Schau
| Tag | Zeit |
|---|---|
| Montag bis Freitag | 9 bis 18 Uhr |
| Samstag, Sonntag, Feiertag | 10 bis 18 Uhr |
| Letzter Einlass | 17 Uhr |
| 24. Dezember | geschlossen |
Bei körperwelten wien galten zuletzt diese Zeiten: Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr, an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen von 10 bis 18 Uhr. Letzter Einlass war um 17 Uhr. Am 24. Dezember blieb die Stadthalle geschlossen.
Ein Flex- bzw. Geschenkticket kostete 29 €, galt ohne feste Uhrzeit und für einmaligen Eintritt. Den Ticketverkauf führte die High Voltage Mobile Power GmbH. Menschen mit Behinderung ab 50 % GdB erhielten ermäßigte Tickets, die Begleitung war frei.
Mo bis Fr9 bis 18 Uhr
Sa, So, Feiertag10 bis 18 Uhr
Letzter Einlass17 Uhr
Flex-Ticket29 €, ohne feste Uhrzeit
Anreise zur Stadthalle
Die Schau fand im Studio F der Wiener Stadthalle statt, am Roland-Rainer-Platz im 15. Bezirk. Die Anreiseseite der Stadthalle führt unter anderem die Linien 18 und 49 an.
Öffisu. a. Linien 18 und 49
Dauer, Kinder und Hunde
Der Veranstalter empfiehlt für den Rundgang etwa zwei Stunden. Innerhalb der Öffnungszeiten ist die Aufenthaltsdauer unbegrenzt. Die Audioführung dauert ebenfalls ca. zwei Stunden.
Bei körperwelten wien gibt es keine Altersbeschränkung für Kinder und Jugendliche in Begleitung von Erziehungsberechtigten. Eltern und Lehrer sollen selbst entscheiden, ob die Kinder ausreichend vorbereitet sind. Tiere sind nicht erlaubt, ausgenommen Blinden- und Assistenzhunde.
Die ethische Debatte
Zu körperwelten wien gehört auch die Frage, ob man Verstorbene so zeigen darf. Die Evangelische Kirche in Deutschland kritisierte, die Ausstellung stelle Leichen zur Schau und mache sie zur Ware. Medizinische Aufklärung sei auch anders möglich, der Tabubruch geschehe aus wirtschaftlichem Interesse.
Ein Theologe merkt an, die Verstorbenen würden zu Objekten und verlören ihre Einzigartigkeit und Individualität, also Name und Biografie. Ein Kritiker bemängelt zudem, von Hagens beantworte die Frage nach dem Zweck, Kunst oder Wissenschaft, ausweichend. Von Hagens selbst sah sich als Aufklärer.

Gut zu wissen
- Für körperwelten wien ist im Oktober 2026 kein Wiener Termin gelistet.
- Hunde sind nicht erlaubt, ausgenommen Blinden- und Assistenzhunde.
- Für die Stadthalle gibt es eine Barrierefreiheitserklärung. Menschen mit Behinderung ab 50 % GdB erhielten bei der letzten Schau ermäßigte Tickets, die Begleitung war frei.
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Körperwelten Wien: häufige Fragen
Läuft körperwelten wien gerade?
Nein. Die letzte Schau „Am Puls der Zeit“ lief von 21. November 2025 bis 22. März 2026 im Studio F der Wiener Stadthalle. Auf der Ausstellungsübersicht des Veranstalters ist derzeit kein Wiener Termin gelistet.
Was kostete ein Ticket für die Körperwelten in Wien?
Bei der letzten Schau kostete das Flex- bzw. Geschenkticket 29 €. Es galt ohne feste Uhrzeit für einmaligen Eintritt.
Ab welchem Alter dürfen Kinder in die Körperwelten?
Es gibt keine Altersbeschränkung für Kinder und Jugendliche in Begleitung von Erziehungsberechtigten. Eltern und Lehrer sollen selbst entscheiden, ob die Kinder ausreichend vorbereitet sind.
Wie lange dauert ein Besuch der Körperwelten?
Der Veranstalter empfiehlt etwa zwei Stunden. Innerhalb der Öffnungszeiten war die Aufenthaltsdauer unbegrenzt. Die Audioführung dauert ca. zwei Stunden.
Was ist Plastination?
Plastination ist eine Konservierungsmethode, die laut Veranstalter 1977 von Gunther von Hagens erfunden wurde. Dem Präparat werden Körperflüssigkeiten und lösliche Fette entzogen. Der Verfall wird gestoppt und es entstehen langfristig haltbare Präparate.