In Wiens Lokalszene war im letzten Jahr viel los. Zwischen Herbst 2025 und Herbst 2026 haben etliche neue Restaurants in Wien aufgesperrt, die mit klassischer Wirtshausküche wenig zu tun haben: Nikkei in der Josefstadt, Seafood Boil in Favoriten, ein Zero-Waste-Menü in Währing.
Für diese Liste haben wir zwölf neue Restaurants in Wien aus elf Bezirken ausgesucht. Die Spanne reicht vom Mittagsmenü um 12,50 Euro bis zum Überraschungsmenü mit sechs Gängen, vom Lokal mit eigenem Yogastudio bis zu den Salons eines Palais. Selbst getestet haben wir sie noch nicht, die Angaben stammen von den Lokalen und aus Medienberichten.
Unser Tipp
Neue Restaurants in Wien ändern in den ersten Monaten oft noch Öffnungszeiten und Karte. Vor dem Besuch lohnt ein kurzer Blick auf die Website oder den Instagram-Kanal.
1. M.eins19
Seilerstätte 19, 1010 Wien
Das M.eins19 in der Seilerstätte hat am 9. Juli 2026 eröffnet und versteht sich als Fine-Dining-Adresse ohne Schnöselküche. Gekocht wird regional und saisonal, dazu kommt eine eigene Patisserie unter Julia Schmid. Zum Team gehören außerdem Marcus Pamer und Kris Kolaja.
Drinnen gibt es nur 18 Plätze, dazu einen Garten. Zum Start standen etwa Beef Tatar mit Bärlauchknospen und eine „Wiener Bouillabaisse“ mit Kaviar auf der Karte. Mittags gibt es ein Menü um 13 Euro, einmal im Monat kocht ein Gastkoch.
EröffnetJuli 2026
GeöffnetMi bis Sa 11.30 bis 22 Uhr
Mittagsmenü13 Euro
2. Prunkräume
Coburgbastei 4, 1010 Wien

Seit 7. September 2026 hat das Palais Coburg ein neues Restaurant: In den historischen Salons servieren die Prunkräume den ganzen Tag über österreichisch-britische Küche. Küchenchef ist Lewis Emerson, der vorher in der Sattlerei und im Sacher gekocht hat. Für den Wein ist Sommelier Johannes Eibensteiner zuständig.
Auf der Karte stehen Steak and Eggs, Kalbsschnitzel und Trüffelhuhn mit Madeira-Jus. Der Tag beginnt mit Brunch, ab 14.30 Uhr gibt es Afternoon Tea, am Abend Dinner. Wer das Palais bisher nur von außen kennt, hat damit einen guten Grund, auch hineinzugehen.
EröffnetSeptember 2026
Kücheösterreichisch-britisch
Afternoon Teaab 14.30 Uhr
3. Donauhof
Engerthstraße 141, 1020 Wien
Der Donauhof ist ein revitalisiertes historisches Haus mit Ballsaal an der Engerthstraße. Am 30. April 2026 war Soft Opening. In der Küche steht David Adamer, der vorher im Bruder gekocht hat, den Service leitet Philipp Schneider.
Die Küche ist modern-wienerisch, serviert wird auf Tellern zum Teilen, die Karte wechselt regelmäßig. Beispiele aus den ersten Wochen: Melanzani-Tatar, Paradeiskrautfleckerl, konfiertes Hendl und Polenta-Fries. Sonntags gibt es ab Mittag einen Braten.
EröffnetApril 2026
GeöffnetMo und Do bis So 17 bis 24 Uhr
SonntagBraten ab Mittag
4. Kikko Bā
Schleifmühlgasse 8, 1040 Wien
Sechs Jahre lang war an dieser Adresse ein Mochi-Lokal. Ende August 2026 wurde umgebaut, am 2. September startete hier das Kikko Bā mit einem neuen Konzept: moderne japanische Küche zum Teilen, dazu Sake.
Hinter dem Lokal stehen Ole Körner und Eduard Dimant, in der Küche steht Simeon Zoric. Das Prinzip ist einfach: viele kleine Teller bestellen und quer durch die Karte probieren.
NeustartSeptember 2026
Küchejapanisch, zum Teilen
DazuSake
5. Carioca
Hamburgerstraße 16, 1050 Wien
Das Carioca gab es schon an der Oberen Donaustraße. Seit Anfang 2026 kocht es an einem neuen, größeren Standort in der Hamburgerstraße. Betrieben wird es von Livia Pires Mata und Stefan Stratil.
Herzstück der Karte ist die Feijoada, der brasilianische Bohneneintopf. Dazu gibt es Coxinhas (frittierte Teigtaschen mit Hühnerfülle) und mehr als 20 Sorten Cachaça. Geöffnet ist Dienstag bis Freitag am Abend, samstags auch zu Mittag.
Neu seitJänner 2026
GeöffnetDi bis Fr 18 bis 23.30 Uhr
Cachaçaüber 20 Sorten
6. sophie7
Apollogasse 21, 1070 Wien

Das sophie7 liegt im denkmalgeschützten Kenyon-Pavillon des ehemaligen Sophienspitals. Ende Juli 2026 war Soft Opening, seit 8. September hat es täglich von 11 bis 24 Uhr offen. Die Küche ist überwiegend vegetarisch und vegan.
Küchenchef Stefan Zuber hat vorher im Münchner Tantris und im „uma“ im Berliner Adlon gekocht, Sommelier ist Roman Bolschetz. Draußen gibt es eine Terrasse mit 120 Plätzen. Der Falter hat seine Kritik mit „Gourmet-Gemeindebau“ überschrieben.
EröffnetAugust 2026
Geöffnettäglich 11 bis 24 Uhr
Terrasse120 Plätze
7. Artig
Piaristengasse 15, 1080 Wien
Das Artig in der Piaristengasse hat im Oktober 2025 aufgesperrt und kocht Nikkei, also die Verbindung von peruanischer und japanischer Küche. Am Herd steht Javier Vera Alarcón, der vorher im Mercado war, mit dabei ist Daniel Levai aus dem Bruder.
Typisch für die Karte sind Ceviche und eine warme Variante, das „Hot Ceviche“ mit Ente. Getrunken wird Naturwein. Geöffnet ist Dienstag bis Samstag ab 18 Uhr.
EröffnetOktober 2025
GeöffnetDi bis Sa 18 bis 24 Uhr
KücheNikkei
8. SeaMeBoilin
Randhartingergasse 9, 1100 Wien
Beim Seafood Boil kommen Meeresfrüchte gekocht und kräftig gewürzt auf den Tisch, gegessen wird meist mit den Händen. Das SeaMeBoilin in Favoriten hat dieses amerikanische Konzept im März 2026 nach Wien gebracht.
Die Gerichte beginnen bei 36 Euro. Von 14 bis 17 Uhr gibt es eine Happy Hour mit Cocktails um 6,90 Euro. Geöffnet ist am Wochenende, von Freitag bis Sonntag.
EröffnetMärz 2026
Gerichteab 36 Euro
GeöffnetFr bis So 12 bis 22.30 Uhr
9. Pomali
Märzstraße 87, 1150 Wien
Im früheren Mlinar in der Märzstraße kochen seit dem Frühjahr 2026 Karoline Schuster und Mathilde Mazaud, die zuvor Sous-Chefin in Paris war. Aus dem alten Vorstadtbeisl ist ein Lokal mit moderner, gemüsebetonter Küche geworden.
Die Karte setzt auf Gemüsegerichte, dazu gibt es jeweils einen Hauptgang mit Fleisch und einen mit Fisch. Das Magazin profil beschreibt das Pomali als moderne Gasthausküche zum günstigen Preis. Geöffnet ist unter der Woche am Abend.
EröffnetFrühjahr 2026
GeöffnetMo bis Fr 17 bis 23 Uhr
Küchegemüsebetont
10. Dampha Kitchen
Payergasse 10, 1160 Wien
Khalifa Dampha war vorher mit Pop-ups unterwegs. Seit Februar 2026 hat die Dampha Kitchen einen festen Standort in der Payergasse am Yppenplatz.
Die Küche verbindet afrikanische und lateinamerikanische Einflüsse mit spanischen und gambischen Aromen. Auf der Karte stehen Empanadas, Peanut-Butter-Chicken und Tacos. Geöffnet ist täglich, am Wochenende schon ab 10 Uhr. Draußen gibt es einen Garten.
EröffnetFebruar 2026
GeöffnetMo bis Fr 11 bis 23 Uhr, Sa und So ab 10 Uhr
LageYppenplatz
11. Ossa
Bischof-Faber-Platz 8, 1180 Wien
Das Ossa in Währing hat um den Jahreswechsel 2025/26 eröffnet. Küchenchef Miguel Ángel Giraldo stammt aus Peru und hat vorher in der Mochi-Gruppe gekocht. Die Küche arbeitet nach dem Zero-Waste-Prinzip, saisonal und regional, mit lateinamerikanischem Charakter.
Serviert wird ein Menü mit sechs Gängen. Auf der Karte stehen nur die Produkte, was daraus wird, bleibt eine Überraschung. Geöffnet ist von Donnerstag bis Sonntag.
EröffnetDezember 2025
Menüsechs Gänge
GeöffnetDo bis So
12. Tisch & Matte
Treustraße 27, 1200 Wien
Im ehemaligen Zwischenbrückenwirt in der Brigittenau gibt es seit Juli 2026 eine ungewöhnliche Kombination: das Restaurant Tisch & Matte mit eigenem Yogastudio. Dahinter stehen Navid Adham und Michaela Illetschko, in der Küche steht Joseph Luitz.
Gekocht wird saisonal. Mittags gibt es ein Menü um 12,50 Euro, das Beef Tatar kostet 17,90 Euro. Geöffnet ist Dienstag bis Donnerstag von 11 bis 24 Uhr, am Freitag bis 1 Uhr.
EröffnetJuli 2026
Mittagsmenü12,50 Euro
BesonderheitYogastudio im Haus
Gut zu wissen
- Das M.eins19 hat drinnen nur 18 Plätze, eine Reservierung ist dort sinnvoll.
- Günstig ausprobieren lassen sich neue Restaurants in Wien am besten mittags: im Tisch & Matte (12,50 Euro) und im M.eins19 (13 Euro).
- Überwiegend vegetarisch und vegan kocht das sophie7, gemüsebetont das Pomali.
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Neue Restaurants in Wien: häufige Fragen
Welche Restaurants haben 2026 in Wien neu eröffnet?
Unter anderem das M.eins19 in der Seilerstätte, die Prunkräume im Palais Coburg, der Donauhof im 2. Bezirk, das sophie7 im alten Sophienspital und Tisch & Matte in der Brigittenau.
Wo gibt es in Wien Seafood Boil?
Im SeaMeBoilin in der Randhartingergasse im 10. Bezirk, geöffnet von Freitag bis Sonntag.
Wo findet man neue Restaurants in Wien mit vegetarischer Küche?
Das sophie7 in der Apollogasse kocht überwiegend vegetarisch und vegan. Das Pomali im 15. Bezirk setzt auf Gemüsegerichte mit je einem Fleisch- und Fischhauptgang.
Wo isst man in Wien Nikkei-Küche?
Im Artig in der Piaristengasse im 8. Bezirk, das peruanische und japanische Küche verbindet.